Bill & Bob. Die kleinen Glühwürmchen

Onkel Guido
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Bill & Bob. Die kleinen Glühwürmchen
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Was passiert, wenn zwei kleine Glühwürmchen plötzlich merken, dass sie unterschiedlich hell leuchten?

Und was, wenn genau darin ihr größtes Abenteuer steckt?

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

Tief im warmen Sommergras, dort wo der Tau wie kleine Diamanten glitzert, lebten zwei winzige Glühwürmchen.

Sie hießen Bill und Bob.

Bill war neugierig und flatterte am liebsten ganz hoch hinauf in die Abendluft.

Bob hingegen liebte es, zwischen den Gänseblümchen zu schweben und den Duft der Nachtblumen zu genießen.

Beide waren beste Freunde.

Doch eines Abends bemerkte Bill etwas Merkwürdiges.

Sein Licht leuchtete heller als das von Bob.

Er betrachtete sich im Spiegel eines stillen Teichs.

Bob“, flüsterte Bill, „warum leuchte ich stärker als du?“

Bob blickte auf sein eigenes kleines Schimmern.

„Vielleicht bist du einfach mutiger“, sagte er leise.

Bill dachte nach.

Mutig fühlte er sich gar nicht.

Eher ein kleines bisschen verwirrt.

Die Nacht senkte sich langsam über die Wiese.

Die Grillen begannen ihr leises Konzert.

Und irgendwo raschelte es im Gebüsch.

Ein kleiner niedlicher Fuchs lugte neugierig zwischen den Blättern hervor.

Seine Augen spiegelten das sanfte Leuchten der Glühwürmchen.

Bill flog höher.

Bob blieb unten.

Plötzlich zog eine dunkle Wolke vor den Mond.

Die Wiese wurde still.

Sehr still.

Bill“, rief Bob aufgeregt, „ich sehe kaum noch etwas.“

Bill blickte nach unten.

Er bemerkte, wie schwach Bobs Licht wirkte.

Und er spürte, wie wichtig sein eigenes Leuchten plötzlich war.

„Keine Sorge“, rief Bill. „Ich bin hier.“

Er flatterte näher zu Bob.

Gemeinsam schwebten sie durch das hohe Gras.

Bills helles Licht zeigte den Weg.

Doch plötzlich stolperte Bill beinahe gegen einen großen Stein.

Bob hatte ihn rechtzeitig gesehen.

Vorsicht“, rief Bob schnell.

Bill staunte.

Obwohl Bob schwächer leuchtete, sah er im Dunkeln viel genauer.

„Wie hast du das bemerkt?“, fragte Bill erstaunt.

Bob lächelte.

„Ich höre die Nacht besser als du“, sagte er.

Bill blieb stehen.

Er dachte lange nach.

Vielleicht war Leuchten nicht alles.

Vielleicht gab es viele Arten, Licht zu sein.

Die Wolke zog langsam weiter.

Ein schmaler Streifen Mondlicht fiel wieder auf die Wiese.

Der kleine Fuchs setzte sich auf seine Hinterpfoten und beobachtete die beiden Freunde.

Bill begann leiser zu leuchten.

Nicht aus Angst.

Sondern absichtlich.

Er wollte ausprobieren, wie es sich anfühlte.

Und plötzlich geschah etwas Wunderschönes.

Bobs Licht wirkte neben Bills sanftem Glimmen viel stärker.

Es war, als würden sie gemeinsam ein neues Leuchten erschaffen.

„Schau mal“, flüsterte Bill.

Bob drehte sich im Kreis.

Ihre Lichter tanzten umeinander wie zwei kleine Sterne.

Hell und weich zugleich.

„Vielleicht“, sagte Bob vorsichtig, „müssen wir gar nicht gleich leuchten.“

Bill nickte.

„Vielleicht müssen wir nur zusammen leuchten.“

Sie flogen höher.

Dann tiefer.

Sie zeichneten kleine Lichtkreise in die warme Sommerluft.

Andere Glühwürmchen bemerkten das besondere Funkeln.

Nach und nach kamen sie näher.

Ein kleines Meer aus goldenen Punkten entstand über der Wiese.

Jedes Glühwürmchen leuchtete anders.

Manche hell.

Manche sanft.

Manche flackernd.

Und doch passte alles zusammen.

Der kleine Fuchs legte sich ins Gras und beobachtete das Schauspiel mit halb geschlossenen Augen.

Die Wiese war nun nicht mehr dunkel.

Sie war voller Licht.

Nicht wegen eines einzelnen Glühwürmchens.

Sondern wegen aller zusammen.

Bill fühlte sich warm im Herzen.

Bob fühlte sich mutig.

„Weißt du“, sagte Bill leise, „ich glaube, wir sind genau richtig, so wie wir sind.“

Bob nickte langsam.

„Und zusammen sind wir sogar noch richtiger.“

Die Nacht wurde ruhiger.

Die Wolken verschwanden ganz.

Der Mond lächelte über der Wiese.

Bill und Bob setzten sich auf ein großes Blatt.

Sie ließen ihre Lichter ganz sanft pulsieren.

Nicht zu hell.

Nicht zu schwach.

Einfach genau richtig.

„Gute Nacht, Bill“, murmelte Bob.

„Gute Nacht, Bob“, antwortete Bill.

Und während die Grillen weiter ihr Lied sangen, glitten die beiden kleinen Glühwürmchen langsam in ihren Traum.

Ihr Leuchten wurde immer ruhiger.

Immer weicher.

Bis es nur noch wie ein winziger Stern im Gras funkelte.

Und selbst als sie schliefen, blieb ein ganz kleines Licht.

Ein Licht der Freundschaft.

Ein Licht, das nie ganz erlischt.

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