Lilli & Mo im Korallenriff

Onkel Guido
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Was gibt es eigentlich alles hinter dem großen Korallenriff zu entdecken?

Und was passiert, wenn zwei kleine Seepferdchen zum ersten Mal ihre Unterwasser Nachbarschaft erkunden?

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

Tief unten im warmen, türkisfarbenen Meer lebten zwei kleine Seepferdchen.

Sie hießen Lilli und Mo.

Sie wohnten zwischen sanft schwingenden Seegraswiesen nahe einem großen Korallenriff.

Jeden Morgen wachte das Meer ganz langsam auf.

Sonnenstrahlen fielen wie goldene Fäden durch das Wasser.

Kleine Luftblasen tanzten nach oben.

Und Lilli und Mo hielten sich mit ihren Schwänzchen am Seegras fest.

Mo“, flüsterte Lilli eines Tages, „weißt du eigentlich, wer hinter der großen roten Koralle wohnt?“

Mo blinzelte neugierig.

„Ich glaube, dort leben die schimmernden Fische“, antwortete er vorsichtig.

Lilli kicherte leise.

„Ich möchte es selbst sehen.“

Mo sah sich um.

Das Meer wirkte heute besonders freundlich.

Die Strömung war sanft.

Die Wellen oben an der Oberfläche glitzerten ruhig.

„Dann lass uns unsere Nachbarschaft entdecken“, sagte Mo mutig.

Langsam lösten sie ihre Schwänzchen vom Seegras.

Vorsichtig schwammen sie los.

Ihr kleiner Weg führte sie zuerst an einer großen Muschel vorbei.

Die Muschel öffnete sich ein kleines Stück.

„Guten Morgen“, sagte sie mit tiefer, ruhiger Stimme.

Lilli staunte.

„Wohnen Sie hier ganz allein?“

Die Muschel lächelte still.

„Nein, ich bewache eine kleine Perle.“

Mo flüsterte ehrfürchtig.

„Wie schön.“

Sie schwammen weiter.

Hinter der roten Koralle entdeckten sie einen Schwarm bunter Fische.

Sie glitzerten in Blau, Gelb und Orange.

Hallo“, rief einer der Fische freundlich.

„Seid ihr neu hier?“

Lilli schüttelte den Kopf.

„Wir wohnen schon lange im Seegras, aber wir waren noch nie hier.“

Die Fische lachten leise.

„Dann willkommen in der bunten Ecke.“

Mo fühlte sich plötzlich ganz klein.

Die Korallen waren riesig.

Die Fische schwammen schnell und geschickt.

„Ob wir auch so schnell sein können?“, fragte er leise.

Lilli stupste ihn sanft an.

„Wir sind anders schnell“, sagte sie.

„Wir schweben.“

Mo lächelte.

Das stimmte.

Sie schwebten ruhig und elegant durch das Wasser.

Weiter hinten entdeckten sie etwas Unerwartetes.

Zwischen zwei Korallen lag ein kleiner, seltsamer Gegenstand.

Er sah aus wie ein winziger Fuchs aus Holz.

Mo drehte sich erstaunt.

„Was ist das?“

Lilli betrachtete ihn neugierig.

„Vielleicht ist er von oben ins Meer gefallen.“

Der kleine Holzfuchs hatte runde Augen und ein freundliches Gesicht.

Er wirkte ein wenig verloren.

„Er sieht aus, als bräuchte er Nachbarn“, sagte Mo leise.

Lilli nickte.

„Dann gehört er jetzt zu uns.“

Gemeinsam schoben sie den kleinen Fuchs vorsichtig ins Seegras nahe ihrer Heimat.

Dort lag er sicher zwischen sanft schwingenden Halmen.

„Jetzt ist er nicht mehr allein“, sagte Lilli zufrieden.

Die Sonne wanderte langsam weiter.

Das Wasser wurde wärmer und weicher.

Auf dem Rückweg begegneten sie einer alten, weisen Schildkröte.

Sie schwamm langsam und bedächtig.

„Ihr wart unterwegs“, stellte sie ruhig fest.

Mo nickte stolz.

„Wir haben unsere Nachbarschaft entdeckt.“

Die Schildkröte lächelte.

„Und was habt ihr gelernt?“

Lilli dachte nach.

„Dass jeder anders wohnt.“

Mo ergänzte leise.

„Und dass jeder anders schwimmt.“

Die Schildkröte nickte zufrieden.

„Und doch gehört alles zusammen.“

Als Lilli und Mo wieder ihr Seegras erreichten, fühlte sich alles vertraut an.

Und gleichzeitig ein kleines bisschen größer.

Sie hielten sich mit ihren Schwänzchen fest.

Der kleine Holzfuchs lag zwischen den Halmen.

Das Wasser rauschte leise.

Mo“, flüsterte Lilli.

„Ja?“

„Unsere Nachbarschaft ist wunderschön.“

Mo schloss die Augen.

„Und wir gehören dazu.“

Die Sonne sank langsam hinter den Horizont.

Das Meer wurde dunkler.

Nur noch sanfte Lichtstreifen tanzten im Wasser.

Lilli und Mo schwebten dicht nebeneinander.

Ihre kleinen Körper bewegten sich im ruhigen Rhythmus der Strömung.

Alles fühlte sich geborgen an.

Alles fühlte sich richtig an.

Und während das Meer langsam in den Abend glitt, schliefen die beiden kleinen Seepferdchen ein.

Getragen vom Wasser.

Umgeben von Nachbarn.

Und mit einem kleinen Fuchs, der nun auch ein Zuhause hatte.

Ganz still.

Ganz sanft.

Ganz geborgen.

Hallo, ich bin Onkel Guido
… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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