Bill & Bob & das flüsternde Nachtgeheimnis

Onkel Guido
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Bill & Bob & das flüsternde Nachtgeheimnis
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Was passiert, wenn plötzlich ein fremdes, silbernes Leuchten durch die Sommernacht huscht?

Und was, wenn Bill und Bob merken, dass nicht jedes Licht gleich freundlich wirkt?

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

Die Sommerwiese lag wieder still unter dem weichen Mondlicht.

Bill und Bob saßen auf ihrem Lieblingsblatt.

Ihr Leuchten pulsierte ruhig wie ein sanfter Herzschlag.

„Heute ist die Nacht besonders klar“, flüsterte Bill.

Bob nickte langsam.

Er lauschte wie immer in die Dunkelheit hinein.

Die Grillen sangen.

Die Blumen dufteten.

Und der kleine Fuchs rollte sich im Gras zusammen.

Plötzlich huschte ein silberner Blitz über den Himmel.

Ganz schnell.

Ganz leise.

Bill zuckte zusammen.

„Hast du das gesehen?“

Bob blinzelte.

Ja“, sagte er vorsichtig. „Das war kein normales Glühwürmchen.“

Wieder zog das fremde Licht durch die Nacht.

Es leuchtete nicht warm.

Nicht golden.

Sondern kühl und fast ein wenig unruhig.

Bill flatterte ein Stück höher.

Sein eigenes Licht wurde heller.

„Vielleicht braucht es Hilfe“, sagte er mutig.

Bob blieb dicht bei ihm.

„Oder es braucht jemanden, der zuhört“, antwortete er.

Gemeinsam folgten sie dem silbernen Schimmer.

Zwischen hohen Grashalmen entdeckten sie schließlich ein kleines fremdes Glühwürmchen.

Es war blass.

Und sein Licht flackerte ungleichmäßig.

Hallo“, rief Bill freundlich.

Das fremde Glühwürmchen erschrak.

Sein Leuchten blitzte kurz grell auf.

„Bitte nicht erschrecken“, sagte Bob sanft. „Wir sind Bill und Bob.“

Das kleine Wesen zitterte leicht.

„Ich heiße Luma“, flüsterte es.

Seine Stimme klang wie ein Hauch Wind.

„Ich habe mein Schwarmlicht verloren.“

Bill verstand nicht sofort.

Bob jedoch legte den Kopf schief.

„Du meinst deine Familie?“

Luma nickte traurig.

„Ich habe den Anschluss verloren. Jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich richtig leuchten soll.“

Bill blickte auf sein eigenes warmes Licht.

Bob spürte die leise Traurigkeit in der Luft.

Der kleine Fuchs hatte inzwischen den Kopf gehoben und beobachtete die Szene aufmerksam.

„Weißt du“, begann Bill vorsichtig, „ich dachte auch einmal, mein Leuchten sei falsch.“

Bob lächelte.

„Und ich dachte, ich sei zu schwach.“

Luma sah die beiden erstaunt an.

„Wirklich?“

Bill nickte.

„Aber wir haben gelernt, dass jedes Licht anders sein darf.“

Bob schwebte näher zu Luma.

„Manchmal braucht es nur einen Moment Ruhe.“

Sie setzten sich gemeinsam auf ein breites Blatt.

Bill dimmte sein Licht etwas.

Bob ließ seines ganz weich werden.

Luma atmete langsam.

Ihr silbernes Flackern wurde ruhiger.

Nicht mehr hektisch.

Nicht mehr grell.

Sondern sanft schimmernd.

„Spürst du das?“, fragte Bob leise.

Luma nickte zaghaft.

„Es fühlt sich… wärmer an.“

Bill lächelte.

„Licht ist nicht nur Helligkeit“, sagte er. „Es ist Gefühl.“

Die Nacht wurde stiller.

Der Mond wanderte langsam weiter.

Und plötzlich geschah etwas Wunderschönes.

Am Horizont tauchten viele kleine goldene Punkte auf.

Ein ganzer Schwarm Glühwürmchen kam näher.

Sie leuchteten sanft und gleichmäßig.

Lumas Augen wurden groß.

„Das ist mein Schwarm!“

Ihr Licht begann nun ruhig und klar zu strahlen.

Nicht silbern kühl.

Sondern weich und freundlich.

Der Schwarm umgab Luma liebevoll.

Doch bevor sie davonflog, drehte sie sich noch einmal um.

Danke“, sagte sie leise.

Bill winkte mit seinen kleinen Flügeln.

Bob nickte zufrieden.

„Leuchte einfach so, wie du dich fühlst“, rief Bill hinterher.

Der kleine Fuchs legte sich wieder ins Gras.

Er schloss zufrieden die Augen.

Bill und Bob schwebten zurück zu ihrem Lieblingsblatt.

„Heute war unser Licht wichtig“, sagte Bill nachdenklich.

Bob lächelte.

„Nicht nur unser Licht“, antwortete er. „Auch unsere Ruhe.“

Bill dachte darüber nach.

Dann ließ er sein Leuchten langsam ruhiger werden.

Bob tat es ihm gleich.

Die Wiese war wieder still.

Nur das sanfte Pulsieren vieler kleiner Lichter blieb zurück.

Und irgendwo in der Ferne glühte ein silbernes Licht nun warm und geborgen.

Bill gähnte leise.

„Gute Nacht, Bob.“

Bob schloss die Augen.

„Gute Nacht, Bill.“

Ihr Leuchten wurde ganz weich.

Ganz langsam.

Wie ein kleines Versprechen in der Dunkelheit.

Und die Sommernacht hielt alles behutsam fest.

Still.

Warm.

Und voller leiser Lichter.

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… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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