Tief im Wald lebt ein ganz besonderes Bärchen: das Schmunzelbärchen. Es hat die erstaunliche Gabe, mit seinem Lächeln jede Wolke zu vertreiben und sogar die traurigsten Herzen aufzuheitern. Doch eines Tages begegnet es einem kleinen Tier, das einfach nicht lachen will …
Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.
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Das Schmunzelbärchen war klein, rundlich und hatte ein weiches, goldenes Fell.
Sein besonderstes Merkmal war jedoch nicht sein Fell, sondern sein Gesicht.
Denn das Schmunzelbärchen konnte auf eine Art und Weise lächeln, dass alle, die es sahen, sofort froh und warm ums Herz wurden.
Sein Schmunzeln war wie Sonnenstrahlen nach einem Sommerregen.
Die Tiere im Wald liebten es, wenn das Schmunzelbärchen vorbeikam.
Die Vögel zwitscherten lauter, die Hasen hüpften fröhlicher, und selbst die alten Bäume rauschten sanfter, wenn das Schmunzelbärchen sie anlächelte.
„Dein Lächeln macht den ganzen Wald heller“, sagten die Eichhörnchen oft.
Das Schmunzelbärchen kicherte dann und antwortete: „Ein kleines Lächeln kann große Wunder wirken.“
Eines Abends, als die Sonne hinter den Hügeln verschwand, hörte das Schmunzelbärchen ein leises Schluchzen.
Neugierig tapste es dem Geräusch nach.
Unter einem Farnblatt saß ein kleiner Igel, die Stacheln struppig, die Augen voller Tränen.
„Hallo, kleiner Freund“, sagte das Schmunzelbärchen sanft. „Warum bist du so traurig?“
Der Igel schniefte. „Ich habe niemanden, der mit mir spielen will. Alle haben Angst vor meinen Stacheln.“
Das Schmunzelbärchen setzte sich vorsichtig neben ihn.
Es lächelte sein warmes, freundliches Lächeln.
„Ich habe auch Stacheln“, murmelte der Igel leise. „Aber sie sind außen. Bei dir sind sie unsichtbar.“
Das Schmunzelbärchen kicherte. „Weißt du, mein Freund, jeder hat etwas Besonderes. Deine Stacheln schützen dich – aber dein Herz ist weich und freundlich. Das sehen die anderen vielleicht noch nicht.“
Der Igel seufzte. „Und wenn sie es nie sehen?“
Das Schmunzelbärchen dachte kurz nach. Dann breitete es die Arme aus und sprach: „Dann fangen wir beide an. Ich lächle – und du wagst es, zurückzulächeln. Vielleicht merken die anderen Tiere, dass hinter deinen Stacheln ein guter Freund steckt.“
Langsam, zögerlich, zog der kleine Igel die Mundwinkel nach oben.
Es war nur ein winziges Lächeln, aber es war da.
Und in diesem Moment begann der Wald ein kleines Stück heller zu leuchten.
Am nächsten Tag gingen das Schmunzelbärchen und der Igel gemeinsam hinaus.
Die Tiere staunten, als sie den Igel lachen sahen.
Die Hasen wagten sich näher, die Vögel flatterten neugierig heran, und die Eichhörnchen brachten ihm Nüsse.
Alle merkten: Hinter den Stacheln lebte ein Herz voller Freude.
Der Igel konnte es kaum glauben. „Es funktioniert! Sie haben keine Angst mehr!“
Das Schmunzelbärchen nickte. „Sie haben dein Lächeln gesehen. Und das ist stärker als jede Angst.“
Von diesem Tag an waren der Igel und das Schmunzelbärchen unzertrennlich.
Wo auch immer sie hingingen, verbreiteten sie Freude und Wärme.
Und wenn jemand traurig war, reichte schon ein Blick auf das Schmunzelbärchen – oder das neue, strahlende Lächeln des Igels – und die Welt fühlte sich wieder leichter an.
So wurde der Wald zu einem Ort voller Lachen, Schmunzeln und Freundschaft.
Und wer genau hinsieht, kann noch heute das kleine Schmunzelbärchen entdecken, wie es mit seinem Lächeln Herzen wärmt.
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Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Lesen oder Anhören.
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