Der kleine Hering Berti & die Nacht der singenden Sterne

Onkel Guido
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Als Berti eines Abends ein geheimnisvolles Leuchten über dem Meer entdeckt, beginnt für ihn ein neues Abenteuer voller leiser Wunder. Doch diesmal muss er lernen, auf sein Herz zu hören. Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

Das Meer war still an diesem Abend.

Ganz still.

Nur kleine Wellen schaukelten sanft hin und her.

Der kleine Hering Berti schwamm langsam durch das dunkler werdende Wasser.

Er dachte noch immer an das Geheimnis der leuchtenden Wellen.

Und daran, wie mutig er gewesen war.

Doch heute fühlte sich alles anders an.

Irgendetwas lag in der Luft.

Oder besser gesagt im Wasser.

Ein ganz feines Kitzeln.

Ein leises Summen.

Fast wie ein Lied.

„Hört ihr das auch?“ flüsterte Berti seinen Freunden zu.

Die kleine Krabbe Klara hielt inne.

Der Seestern Lino drehte sich langsam.

„Ich höre etwas“, sagte Klara vorsichtig.

„Es klingt wie… Sterne“, murmelte Lino.

Berti blinzelte überrascht.

„Sterne können doch nicht singen.“

Doch genau in diesem Moment wurde das Summen stärker.

Und plötzlich begann das Wasser über ihnen zu glitzern.

Ganz sanft.

Ganz ruhig.

Als würden kleine Lichter tanzen.

Berti spürte ein warmes Kribbeln im Bauch.

„Ich glaube, wir müssen nachsehen“, sagte er leise.

Klara zögerte.

„Ist das nicht ein bisschen… unheimlich?“

Berti schüttelte den Kopf.

„Nein.“

„Es fühlt sich freundlich an.“

Und so schwammen sie langsam nach oben.

Immer höher.

Bis das Wasser heller wurde.

Und dann sahen sie es.

Ein ganzer Himmel voller leuchtender Punkte spiegelte sich auf der Meeresoberfläche.

Die Sterne schienen direkt ins Wasser zu fallen.

Und sie sangen wirklich.

Ein leises, sanftes Lied.

„Wie wunderschön“, flüsterte Lino.

Berti hielt ganz still.

Er wollte keinen Ton verpassen.

Plötzlich bemerkte er eine kleine Bewegung am Rand der Felsen.

Ein kleiner, niedlicher Fuchs stand dort.

Ganz still.

Er schaute neugierig ins Wasser.

Sein Fell schimmerte im Sternenlicht.

„Was macht ein Fuchs hier?“ wunderte sich Klara.

Berti lächelte.

„Vielleicht hört er auch die Sterne.“

Der Fuchs setzte sich ruhig hin.

Als würde er zuhören.

Als würde er verstehen.

Da tauchte plötzlich ein großer Schatten im Wasser auf.

Berti erschrak.

„Was war das?“

Ein alter, freundlicher Wal glitt langsam heran.

Seine Augen leuchteten sanft.

„Habt keine Angst“, sagte er ruhig.

„Das ist die Nacht der singenden Sterne.“

Berti staunte.

„Was bedeutet das?“

Der Wal lächelte.

„Einmal im Jahr erinnern die Sterne das Meer daran, wie wichtig Ruhe ist.“

„Und Vertrauen.“

Berti dachte nach.

„Vertrauen?“

Der Wal nickte.

„Ja.“

„Vertrauen darauf, dass alles seinen Weg findet.“

Die Sterne sangen weiter.

Ganz ruhig.

Ganz warm.

Berti spürte, wie seine Sorgen kleiner wurden.

Wie seine Gedanken stiller wurden.

Manchmal“, sagte der Wal leise, „muss man einfach zuhören.“

„Nicht schwimmen.“

„Nicht kämpfen.“

„Nur zuhören.“

Berti schloss kurz die Augen.

Er ließ sich treiben.

Ganz sanft.

Ganz leicht.

Der Fuchs am Ufer legte den Kopf schief.

Als würde auch er lauschen.

Klara kuschelte sich an einen Felsen.

Lino drehte sich langsam im Kreis.

Und das Meer sang mit den Sternen.

Nach einer Weile wurde das Licht schwächer.

Das Lied leiser.

Bis alles wieder still war.

Der Wal nickte Berti zu.

„Du hast gut zugehört.“

Berti lächelte.

„Ich fühle mich… ruhig.“

„Das ist das Geschenk der Sterne“, sagte der Wal.

Langsam schwammen sie zurück in die Tiefe.

Der kleine Fuchs verschwand zwischen den Gräsern.

Die Nacht wurde dunkler.

Doch in Bertis Herz blieb ein warmes Leuchten.

Als er später zwischen seinen Freunden lag, dachte er noch einmal an das Lied.

An die Ruhe.

An das Vertrauen.

Und mit einem sanften Lächeln schlief der kleine Hering ein.

Ganz ruhig.

Ganz geborgen.

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… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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