Freundschaftsgeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit

Der kleine Sternenfänger & das Licht der Freundschaft

Der kleine Sternenfänger & das Licht der Freundschaft
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Begleite den kleinen Dachs Benno auf ein magisches Abenteuer mitten im Funkelwald. Was passiert, wenn ein echter Stern vom Himmel fällt und Hilfe braucht? Finde es heraus und kuschel dich warm ein. Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

Es war einmal ein kleiner Dachs namens Benno, der in einer gemütlichen Höhle am Rande des Funkelwaldes lebte. Benno liebte die Nacht. 

Wenn die Sonne hinter den Hügeln verschwand und der Himmel sich in ein tiefes Dunkelblau färbte, setzte er sich auf seinen Lieblingsstein und schaute zu den Sternen hinauf.

„Wie es wohl wäre, einen echten Stern zu berühren?“, fragte sich Benno oft.

Er stellte sich vor, dass Sterne sich anfühlen wie warme, kitzelnde Lichtstrahlen.

Eines Abends sah Benno etwas Unglaubliches: Ein kleiner Stern löste sich vom Himmel und purzelte wie eine leuchtende Murmel hinunter in den Wald.

Ohne zu zögern, schnappte sich Benno seine kleine Laterne und lief los.

Er wollte den Stern finden und ihn sicher zurück an den Himmel bringen.

Tief im Wald, dort wo die alten Eichen ihre Äste wie schützende Arme ausstreckten, fand er ihn.

Der kleine Stern lag in einem weichen Moosbett, aber sein Leuchten war ganz schwach geworden.

„Oje, kleiner Stern“, flüsterte Benno besorgt.

„Hast du dir wehgetan?“

Der Stern flackerte nur ganz leise.

Da bemerkte Benno, dass er nicht allein war. 

Ein kleines Glühwürmchen namens Glimm saß auf einem Blatt daneben.

„Er braucht Wärme und ein Lächeln“, sagte Glimm mit einer Stimme, die so fein wie ein Windhauch war. 

„Sterne leuchten nur, wenn sie wissen, dass sie gebraucht werden.“

Benno setzte sich vorsichtig neben den Stern. 

Er erzählte ihm von seinen Abenteuern im Wald, von der leckeren Beerenmarmelade seiner Mama und davon, wie sehr die Tiere im Wald das Funkeln am Himmel liebten.

Während er erzählte, fing der Stern an, immer heller zu strahlen. 

Benno spürte eine angenehme Wärme in seinem Herzen.

Plötzlich begriff Benno: Er musste den Stern gar nicht allein zurückwerfen. 

Er rief Glimm und seine Glühwürmchen-Freunde herbei. 

Gemeinsam bildeten sie eine leuchtende Kette, die bis hoch in die Spitzen der höchsten Tanne reichte. 

Benno hielt den Stern vorsichtig in seinen Pfoten, kletterte hinauf und hob ihn so hoch er konnte.

Mit einem sanften Pling schwebte der Stern zurück an seinen Platz am Nachthimmel. 

Er funkelte jetzt heller als alle anderen, fast so, als würde er Benno zum Abschied zuzwinkern.

Benno wanderte zurück zu seiner Höhle. 

Er hatte keinen Stern gefangen, aber er hatte etwas viel Besseres gefunden: 

Das Wissen, dass selbst das kleinste Licht wieder hell leuchten kann, wenn man füreinander da ist.

Müde und glücklich kuschelte sich Benno in sein weiches Bett aus Blättern.

Er schloss die Augen und wusste: Morgen würde ein neuer, wunderbarer Tag im Funkelwald beginnen.

Gute Nacht und träum was Schönes!

Ende 🌙 Gute Nacht!

Für morgen Abend 🦊

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