🦊 ONKEL GUIDO

Vorlese­geschichten

848 Geschichten zum Vorlesen und Anhören. Alle kostenlos.

Vorlesen ist die einfachste Sache der Welt und an manchen Tagen die schwerste.

Du sitzt auf der Bettkante, ein Kind zieht an deinem Ärmel, das andere will eine andere Geschichte, und du hast seit sechs Uhr morgens geredet.

Meine Geschichten sind für genau diese Situation gedacht. Sie sollen dir leicht von der Zunge gehen, auch wenn du müde bist.

Ich bin Guido, Vater und Großvater aus Köln. Vorgelesen habe ich lange, bevor ich mir die ersten eigenen Geschichten ausgedacht habe.

Hier findest du alle meine Vorlesegeschichten an einem Ort, 848 Stück, kostenlos und ohne Anmeldung.

Kurze für schnelle Abende, längere für Wochenenden, ruhige fürs Bett und aufgeweckte für den Nachmittag.

Die Sätze sind so gebaut, dass man sie laut sprechen kann, ohne zu stolpern. Was sich beim Sprechen sperrig anfühlt, hat hier nichts verloren.

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Jetzt die passende Geschichte finden

Wie du vorliest, wenn du selbst müde bist

Du musst nicht schauspielern.

Vorlesen wird oft so dargestellt, als bräuchte es für jede Figur eine eigene Stimme und viel Energie. Kinder hören vor allem, ob jemand da ist und ob es ruhig zugeht.

Nimm dein normales Tempo und geh dann eine Stufe langsamer. Das ist der wirksamste Handgriff überhaupt, und er kostet nichts.

Wenn du eine Zeile verlierst, lies weiter. Dein Kind merkt es fast nie und die Geschichte trägt das aus.

Trink vorher einen Schluck Wasser. Klingt banal, hilft aber nach dem dritten Kapitel.

Wenn dein Kind ständig dazwischenredet

Fragen zwischendurch sind ein gutes Zeichen. Dein Kind denkt mit.

Am Nachmittag darfst du darauf eingehen, so lange ihr Lust habt. Am Abend hältst du die Antwort besser kurz und liest weiter, sonst fängt der Tag noch einmal von vorn an.

Ein Satz reicht meistens. "Das schauen wir uns morgen an" ist auch eine Antwort.

Vorlesen mit mehreren Kindern

Wenn Geschwister mit unterschiedlichem Alter zusammen zuhören, richte dich nach dem jüngeren Kind.

Ältere Kinder langweilen sich bei einer ruhigen Geschichte selten, während jüngere bei einer langen abschalten oder unruhig werden.

Ein Wechsel funktioniert auch. Heute sucht das eine Kind aus, morgen das andere, und beide wissen vorher, wann sie dran sind.

Wenn es doch zu weit auseinandergeht, lies zweimal kurz statt einmal lang. Unter kurzen Gute-Nacht-Geschichten findest du das passende Material dafür.

Vorlesen ist mehr als der Abend

Am Bett ist der bekannteste Ort, aber nicht der einzige.

Nach dem Mittagessen, wenn alle voll und langsam sind. Im Wartezimmer. Auf der Rückbank. Im Zelt, wenn es regnet.

Diese Nachmittagsgeschichten dürfen lebendiger sein als die Abendgeschichten, weil danach niemand einschlafen muss.

Für den Abend selbst führt der Weg zu den Gute-Nacht-Geschichten, und wenn dein Kind lange wach liegt, zu den Einschlafgeschichten.

Zum Lautlesen gemacht

Viele Texte lesen sich still ganz gut und laut ziemlich schlecht.

Die Sätze sind gleich lang, die Betonung liegt an den falschen Stellen, und du bleibst alle paar Zeilen hängen.

Meine Geschichten sind fürs Ohr gedacht. Was beim lauten Lesen zäh wird, kommt hier nicht vor, auch wenn es auf dem Papier gut aussieht.

Wenn du an einem Abend gar nicht mehr sprechen kannst, übernehme ich. Viele Geschichten gibt es zusätzlich als Hörversion, von mir eingesprochen.

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Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ich anfangen vorzulesen?

Früher, als die meisten denken. Schon Babys mögen die Stimme, auch wenn sie vom Inhalt nichts verstehen, weshalb Klang und Rhythmus am Anfang wichtiger sind als die Handlung. Ab etwa zwei Jahren hören Kinder kurzen Geschichten zu, ab drei bis vier folgen sie einem einfachen Handlungsfaden über mehrere Minuten.

Wie oft sollte ich vorlesen?

Regelmäßig schlägt lang. Zehn Minuten an fünf Abenden bringen mehr als eine Stunde am Sonntag, weil dein Kind den Ablauf dann erwartet und sich darauf einstellt. Wenn ein Abend ausfällt, ist das kein Rückschritt. Nimm am nächsten Tag den Faden einfach wieder auf.

Mein Kind hört gar nicht zu und spielt nebenbei. Mache ich etwas falsch?

Nein, viele Kinder hören besser zu, wenn die Hände beschäftigt sind. Solange dein Kind in der Nähe bleibt und ab und zu reagiert, kommt die Geschichte an. Wenn es gar nicht klappt, ist die Geschichte oft zu lang oder der Zeitpunkt falsch. Probier es mit einer kurzen und schau, wie weit ihr kommt.

Darf ich die Geschichten in Kita, Schule oder Bibliothek vorlesen?

Ja, sehr gern. Vorlesen in der Kita-Gruppe, in der Klasse oder bei der Vorlesestunde in der Bücherei ist ausdrücklich erlaubt, solange kein Eintritt verlangt wird und ihr dazusagt, wo die Geschichte herkommt. Nicht erlaubt sind öffentliche Aufführungen gegen Geld und das Weitergeben der Audiodateien. Und wenn eure Kita die Hörversionen fest einbauen möchte: Schreib an post@onkelguido.de, für Kitas finden wir einen guten Weg.

Kann ich eine Geschichte auf dem Handy vorlesen oder brauche ich Papier?

Beides geht. Alle Geschichten lassen sich am Handy oder Tablet lesen, und die Textgröße kannst du im Browser anpassen. Wenn dich das Display beim Vorlesen stört, dreh die Helligkeit herunter und schalte den dunklen Modus ein, dann bleibt es im Zimmer ruhig.

Was mache ich, wenn mir das Vorlesen selbst keinen Spaß macht?

Das kommt vor und ist keine Schande. Such dir Geschichten aus, die dich selbst interessieren, denn Kinder merken den Unterschied sofort. Kürzere Texte helfen ebenfalls, weil sie kein Durchhalten verlangen. An Abenden, an denen es gar nicht geht, könnt ihr eine Hörversion abspielen und du hörst einfach mit.

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