Ivan, der Insektenjäger

Onkel Guido
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Ivan, der Insektenjäger
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In dieser Geschichte lernst du Ivan kennen. Er ist zwar noch ein kleiner Junge, aber schon ein professioneller Insektenjäger. Na ja, zumindest bis ein Traum alles ändert. Was in diesem Traum passiert, erfährst du in den nächsten paar Minuten.

Keine Spinne, kein Käfer und keine Biene hatte eine Chance gegen Iwan.

Sobald er eines von den kleinen Insekten entdeckte, war er schon im Jagdmodus.

Mit einem Flatsch waren die kleinen Insekten platt.

Da war es kein Wunder, dass er sich selbst „Ivan, der Insektenjäger“ nannte.

Diese kleinen Viecher waren viel zu schwach, um gegen ihn kämpfen zu können.

Und Mama war sogar froh, wenn er eines von den kleinen Insekten erwischte.

„Eklig diese kleinen Krabbeltiere“, sagte Ivans Mama immer, wenn sie eine Spinne, Käfer oder Biene entdeckte.

Na ja, vor den Bienen lief sie meist weg.

Da war es an Ivan, dem Insektenjäger, diese kleine Kreatur kaputt zu machen.

Mit einem Buch, einer Zeitung oder manchmal auch mit seiner Hand, zerquetschte er die kleinen Viecher.

Flatsch

Watsch

Bratsch

Und schon waren sie platt.

Das war Ivans Aufgabe in diesem Haushalt und er führte sie mit stolz aus.

Nun aber genug der Vorstellung unserer kleinen Helden.

Starten wir mit der Geschichte.

An einem regnerischen Tag saß Ivan in seinem Zimmer und spielte mit seinem Spielzeug.

Und irgendwie, weil er gestern zu spät ins Bett gegangen ist, schlummerte er so langsam ein.

Ihm fielen die Augen zu und er schwebte ins Traumland.

Er war weiterhin der kleine starke Ivan, aber alles andere war so riesengroß.

Es sah alles so aus wie in ihrem Garten, obwohl der Rasen auf dem er mit seinen Freundinnen und Freunden normalerweise Fußball spielte, so riesengroß war und die Halme ganz anders aussahen – fast wie Palmen.

Na, das fing ja wie ein Abenteuer an und Abenteuer fand Iwan schon immer klasse.

Also los ging es.

Als er eine Zeit lang durch seinen Garten gewandert war, stand er auf einmal vor einer riesengroßen Kugel.

Hm, die kam ihm doch von den Farben sehr bekannt vor.

Es sah so aus wie sein Fußball, genauso bunt.

Nur jetzt war sein Fußball so groß, wie ein Haus und ragte bedrohlich über ihm.

Irgendwie war das schon ein wenig unheimlich.

Er wanderte weiter und traf auf einen Regenwurm, der für ihn so groß war wie ein Zug.

Der Regenwurm wollte zwar eigentlich gerade im Boden verschwinden, sah aber dann noch Ivan und dachte sich, „na was ist das denn für ein kleiner Geselle“.

Er lächelte ihn freundlich an und sah, dass Ivan etwas Angst hatte und da dachte sich der Wurm, er stellt sich erstmal vor.

„Hallo“, sagte er zu dem kleinen Menschen, „ich heiße Fridolin und ich bin hier der Chef von der Erde-Umgrab-Truppe. Und wie heißt du?“

Der kleine Ivan war überrascht und stammelte:

„Seit wann können denn Regenwürmer reden?! Ja, aber natürlich stelle ich mich auch gerne vor. Ich bin Ivan, der Insek …“

Er konnte sich gerade noch verkneifen, sich so vorzustellen, wie er sich sonst immer vorstellte. Stattdessen sagte er: „Ich bin Ivan, der Freundliche.“

Das gefiel Fridolin in besonderem Maße gut.

Der Regenwurm schlug vor, gemeinsam eine Runde durch den Garten zu drehen.

Ivan fand die Idee gut.

Es war zwar sein Garten, indem er stand, aber aus der Preskeptive hatte er ihn noch nie gesehen.

Und so wanderten die beiden neuen Freunde nebeneinander durch den schönen großen Garten und sahen sich um.

Nachdem sie Fritz, die Spinne, Barbara, den Käfer und Helmut, den Grashüpfer kennengelernt haben, bekamen die beiden Entdecker etwas Hunger.

Fridolin kam auf die Idee, bei den Bienen vorbeizugehen und nett nach etwas Honig zu fragen.

Gesagt, getan.

Die Bienen hatten aber leider gar keine Zeit für Besuch und wurden sogar ziemlich unfreundlich, als eine Biene Ivan erkannte und laut sagte: „Hey, der Junge sieht aus wie der Bienen-Plattmacher nur in kleiner“.

Hui, das war Ivan aber mehr als peinlich und als die Bienen so auf ihn zukamen, bekam er doch schon große Angst.

Da griff sein neuer Freund Fridolin ein, stellte sich schützend vor den kleinen Ivan und sagte mit lauter Stimme: „Ihr kommt an mir nicht vorbei, ich beschütze meine Freunde!“

Die Bienen brummten zwar noch etwas, aber mit dem Regenwurm kämpfen wollte keiner.

Besser ist es.

Nun, Hunger hatten die beiden Abenteurer trotzdem noch und weil Ivan jetzt doch lieber der Freundliche als der Schreckliche sein wollte, sagte er zu den Bienen:

„Liebe Bienen, es tut mir sehr leid, was ich euch in der Vergangenheit angetan habe. Ich schäme ich mich auch sehr dafür. Ich gelobe euch Besserung und ich will kleinen und großen Krabblern nie wieder etwas Böses tun. Versprochen. Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Dreimal großes Ehrenwort.“

Da Ivan diese Worte so ernst und ehrlich sagte und die Bienen an das Gute im Menschen glaubten, stimmten sie dem Freundschaftsbund zu.

Und weil solch ein Freundschaftsbund immer gefeiert werden muss, gab es ein kleines Fest und die Bienen teilten auch direkt etwas von ihrem Honig und Kinder-Honigwein mit ihrem neuen Freund.

Sie feierten schön und hatten viel Spaß.

Ivan roch auf einmal den Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee.

So wie ihn seine Eltern immer zum Frühstück tranken.

Hm, das passte doch gar nicht in den Garten bei seinen neuen Freunden.

Langsam merkte er, dass er gar nicht mehr im Garten war, sondern dass er in seinem Bett lag.

„Och schade, war das alles nur ein Traum?“, sagte Ivan verschlafen.

Er krabbelte aus dem Bett, zog seine Pantoffeln an und wackelte zu seiner Mama in die Küche.

Die wartete schon auf ihn.

Sie hatte ein Lächeln im Gesicht und begrüßte: „Hallihallo mein lieber Sohn, na du hast bestimmt schön geträumt und weil du schon wach bist, kannst du mir auch direkt einen Gefallen tun, nachdem du mir ein Küsschen gegeben hast. Wenn du das für mich erledigt hast, schmiere ich dir auch ein leckeres Honig-Brötchen. Was hältst du davon?“

Ivan fand das eine tolle Idee. „Ok, Mama, was soll ich erledigen?“

Mamas Auftrag war, dass Ivan die große Spinne im Badezimmer erschlagen sollte.

Oh nein, Ivan war entsetzt und sagte:

„Nein, Mama, so etwas mache ich nicht mehr. Zeig mir bitte, wo die Spinne sich versteckt und bringe sie in den Garten!“

Seine Mama war zwar etwas verblüfft, fand die Idee aber besser und half Ivan die Spinne in einem Gas einzufangen und hinaus in den Garten zu bringen.

Und so machte Ivan seinem neuem Namen alle Ehre.

Er war jetzt „Ivan, der Freundliche“ und rettete noch viele seiner Insektenfreunde.

Was meinst du, ist das nicht der bessere Weg?

Die kleinen Insekten zu retten, anstatt sie plattzumachen – immerhin haben sie doch alle einen Sinn in unserer großen Welt.

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… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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