🦊 ONKEL GUIDO
8 Geschichten zum Vorlesen und Anhören. Alle kostenlos.
Eine Traumreise ist die ruhigste Form, die ich kenne, eine Geschichte zu erzählen.
Es gibt kein Abenteuer, das gelöst werden muss. Dein Kind liegt im Bett und geht in Gedanken irgendwohin, an einen Strand, in einen Wald, auf eine Wolke, und ich beschreibe unterwegs, was dort zu sehen und zu hören ist.
Ich bin Guido, Vater und Großvater aus Köln, und ich spreche diese Texte langsamer und mit mehr Pausen als meine anderen Geschichten.
Hier findest du 8 Traumreisen. Lesen kannst du alle kostenlos, viele gibt es zusätzlich zum Anhören.
Traumreisen funktionieren am besten als Hörversion, weil das Tempo dann von allein stimmt und du dich danebenlegen kannst, ohne selbst sprechen zu müssen.
Wenn du lieber selbst vorliest, geht das genauso. Weiter unten steht, worauf du dabei achten kannst.
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ca. 9 Min.Leonis Traumreise in den flüsternden Abendwald
ca. 5 Min.Benno & die Mitternachtsbahn
ca. 7 Min.Die Einschlaf-Wolkenreise
ca. 5 Min.Linas Reise ins Mondtal
ca. 6 Min.Ben & die magische Traumreise
ca. 6 Min.Lenas Traumreise zu den Sternen – Entspannende Gute-Nacht-Geschichte
ca. 7 Min.Benny & die Mondbären
ca. 7 Min.Elias & die TraumfeeEine Traumreise ist eine Fantasiereise mit geführter Aufmerksamkeit.
Statt einer Handlung bekommt dein Kind Bilder. Warmer Sand unter den Füßen, ein Boot, das schaukelt, ein Vogel, der weit oben kreist.
Dazwischen liegen Pausen, in denen nichts gesagt wird. In diesen Pausen entsteht das Bild im Kopf deines Kindes, und genau da wird es ruhig.
Der Text ist außerdem so gebaut, dass er nichts von deinem Kind verlangt. Keine Frage, auf die es antworten müsste, kein Rätsel, kein Spannungsbogen, der aufgelöst werden will.
Nach einem Tag mit vielen Eindrücken, wenn dein Kind zwar müde ist, aber nicht herunterkommt.
Nach Bildschirmzeit, nach einem Fest, nach einem langen Kita- oder Schultag.
Auch am Nachmittag lässt sie sich nutzen, wenn eine Pause gebraucht wird und Schlafen noch gar nicht ansteht.
Traumreisen sind Entspannungsgeschichten für den Hausgebrauch. Sie ersetzen keine Behandlung und sind kein Mittel gegen Schlafstörungen. Wenn dein Kind über längere Zeit schlecht schläft, gehört das zur Kinderärztin.
Langsam, leise und mit mehr Pausen, als sich für dich richtig anfühlt.
Ein guter Anhaltspunkt sind zwei bis drei Sekunden Stille nach jedem Bild. Zähl innerlich mit, wenn du unsicher bist.
Halte die Stimme flach. Traumreisen leben nicht von Betonung, sondern von Gleichmaß.
Wenn dein Kind zwischendurch etwas sagt, geh nicht darauf ein. Ein leises "mhm" reicht, dann weiter im Text.
Am Ende nicht wecken. Viele Traumreisen enden mit einem Rückweg, du kannst aber auch einfach aufhören, wenn dein Kind schon weg ist.
Bei einer Traumreise trägt die Stimme fast alles.
Das Tempo, die Pausenlänge, das Absenken am Satzende, all das entscheidet darüber, ob dein Kind mitgeht oder wach bleibt. Eine synthetisch erzeugte Stimme bekommt die Pausen nicht hin, weil sie nicht weiß, wofür sie da sind.
Ich nehme diese Texte deshalb einzeln auf und lasse mir dabei Zeit.
Wo du die Hörversionen abspielen kannst (Toniebox, Autoradio, MP3-Player und andere Geräte), steht auf der Seite Hörgeschichten. Zum Herunterladen findest du sie im Onkel Guido Club.
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Eine Einschlafgeschichte erzählt eine kleine Handlung mit Figuren, ruhig gebaut und mit leisem Schluss. Eine Traumreise verzichtet auf Handlung und beschreibt Bilder, denen dein Kind mit geschlossenen Augen folgt. Traumreisen sind langsamer und leiser, weshalb sie besonders an aufgedrehten Abenden helfen. Wenn dein Kind lieber etwas erlebt, sind Einschlafgeschichten der bessere Weg.
Sobald ein Kind sich Dinge vorstellen kann, meist ab etwa vier Jahren, geht eine kurze Traumreise gut. Jüngere Kinder hören die ruhige Stimme gern, folgen den Bildern aber noch nicht bewusst, was völlig in Ordnung ist. Für ältere Kinder dürfen die Reisen länger sein und mehr Details haben.
Es hilft, ist aber keine Bedingung. Manche Kinder schauen lieber an die Decke oder halten ein Kuscheltier fest. Verlange die geschlossenen Augen nicht, weil Anspannung genau das Gegenteil von dem bewirkt, was die Traumreise soll. Nach ein paar Malen machen die meisten Kinder es von allein.
Beides funktioniert. Abspielen hat den Vorteil, dass das Tempo stimmt und du dich danebenlegen kannst, ohne selbst sprechen zu müssen. Vorlesen hat den Vorteil deiner eigenen Stimme, die dein Kind kennt. Wenn du vorliest, achte vor allem auf die Pausen, dort passiert die Entspannung.
Das ist normal, besonders bei den ersten Malen. Sprich einfach weiter und reagiere nicht darauf. Wenn gar nichts geht, brich ohne Diskussion ab und lies stattdessen eine kurze Gute-Nacht-Geschichte. Beim nächsten Versuch klappt es oft, weil dein Kind den Ablauf dann schon kennt.
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