Adventsgeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit

Die Weihnachtselfen & das große Kichern vor dem Fest

Die Weihnachtselfen & das große Kichern vor dem Fest
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten passiert überall auf der Welt dasselbe.

Kinder werden aufgeregt, ungeduldig und können kaum noch schlafen.

Doch hoch oben im Norden beobachten das ein paar sehr alte Weihnachtselfen mit einem leisen Lächeln.

Die Weihnachtselfen waren schon sehr alt.

Sehr, sehr alt.

Manche von ihnen lebten schon seit mehreren Hundert Jahren im verschneiten Norden.

Sie hatten viele Winter gesehen.

Viele Weihnachtsfeste.

Und unzählige aufgeregte Kinder.

An diesem Abend saßen die Elfen in ihrer warmen Stube.

Das Feuer knisterte.

Der Tee dampfte.

Draußen funkelten die Sterne.

Elf Tilda schaute in ihre Kristallkugel.

„Oh je“, sagte sie schmunzelnd.

„Sie sind wieder besonders aufgeregt dieses Jahr.“

Elf Finn rückte seine Mütze zurecht.

„So wie jedes Jahr“, lachte er leise.

„Aber dieses Mal hüpfen sie schon drei Tage vorher durchs Bett.“

Die Elfen schauten gemeinsam in die Kugel.

Dort sahen sie Kinder, die nicht einschlafen konnten.

Kinder, die immer wieder aus dem Fenster sahen.

Kinder, die flüsterten:

„Meinst du, er kommt heute schon?“

Elf Lene kicherte.

„Ach, diese Ungeduld“, sagte sie.

„Wenn sie wüssten, wie viele Weihnachten wir schon erlebt haben.“

Finn nickte.

„Ich erinnere mich an mein erstes Weihnachtsfest vor dreihundert Jahren“, sagte er stolz.

„Da war ich auch so aufgeregt.“

Alle Elfen lachten leise.

„Du lügst“, sagte Tilda.

„Du warst schon damals ganz ruhig.“

Finn zwinkerte.

„Vielleicht ein kleines bisschen aufgeregt.“

Die Elfen beobachteten weiter.

Ein Kind zählte die Tage.

Ein anderes zählte die Stunden.

„Warum dauert das so lange?“, jammerte ein Junge.

Elf Lene beugte sich näher an die Kugel.

„Wenn er wüsste, wie schnell die Zeit vergeht“, flüsterte sie.

„Für uns ist das nur ein Wimpernschlag.“

In einer Ecke der Stube raschelte es leise.

Ein kleiner Fuchs hatte sich hereingeschlichen.

Er setzte sich neben den Kamin.

Ganz still.

„Na, hörst du auch zu?“, fragte Finn leise.

Der Fuchs blinzelte.

Die Elfen schauten wieder in die Kugel.

Ein Mädchen hatte ihre Wunschliste schon dreimal gelesen.

„Ich glaube, ich habe etwas vergessen“, murmelte sie.

Elf Tilda schüttelte lächelnd den Kopf.

„Nein“, sagte sie sanft.

„Du hast nichts vergessen.“

Die Elfen wussten das.

Sie wussten fast alles.

Sie wussten auch, dass die Aufregung dazugehört.

„Ohne diese Aufregung wäre Weihnachten nur halb so schön“, sagte Lene.

Finn nickte zustimmend.

„Die Kinder erinnern uns daran, warum wir das alles machen.“

Draußen begann es zu schneien.

Langsam.

Leise.

Die Kristallkugel zeigte nun Kinder, die endlich müde wurden.

Die Augen fielen zu.

Die Decken wurden hochgezogen.

„Jetzt ist es gut“, sagte Tilda zufrieden.

„Jetzt schlafen sie.“

Der kleine Fuchs gähnte.

Die Elfen stellten die Kugel beiseite.

„Morgen“, sagte Finn,

„werden sie wieder aufgeregt sein.“

„Und wir werden wieder lächeln“, antwortete Lene.

Das Feuer knisterte leise.

Die Elfen rückten näher zusammen.

Der Norden wurde still.

Und irgendwo weit weg

schliefen Kinder ein

mit klopfendem Herzen

und leuchtenden Träumen.

Ende 🌙 Gute Nacht!

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