Freundschaftsgeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit

Flips & das Fernsehverbot – Eine Lektion in Freundlichkeit

Flips & das Fernsehverbot – Eine Lektion in Freundlichkeit
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Flips liebt es, nach der Schule fernzusehen. Doch heute gibt es ein großes Problem: Er hat seine kleine Schwester Mia geärgert und bekommt deshalb Fernsehverbot! Wie wird Flips mit dieser Strafe umgehen, und wird er Mia wieder versöhnen können? Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

Flips rannte nach der Schule sofort ins Wohnzimmer.

Sein Lieblingscartoon lief gleich, und er wollte keine Sekunde verpassen.

Doch kaum hatte er sich aufs Sofa gesetzt, kam seine kleine Schwester Mia dazu.

„Ich will auch gucken!“, rief sie.

„Nein, das ist meine Sendung!“, sagte Flips und schob Mia zur Seite.

Mia verschränkte die Arme.

„Mama hat gesagt, wir sollen uns den Fernseher teilen.“

Doch Flips wollte nichts davon hören.

„Du bist zu klein für diese Sendung. Geh in dein Zimmer!“, rief er ungeduldig.

Dann nahm er die Fernbedienung und drehte den Ton lauter.

Mia wurde traurig.

„Du bist gemein!“, rief sie und lief in die Küche zu Mama.

Wenige Minuten später kam Mama ins Wohnzimmer.

„Flips, hast du Mia den Fernseher weggeschnappt?“

Flips zuckte mit den Schultern.

„Ich war zuerst da.“

Mama seufzte und setzte sich neben ihn.

„Flips, in unserer Familie teilen wir. Und wenn du so gemein zu deiner Schwester bist, gibt es eine Konsequenz.“

Flips sah sie misstrauisch an.

„Welche?“

„Heute gibt es für dich kein Fernsehen.“

Flips‘ Augen wurden groß.

„Was?! Aber meine Lieblingssendung!“

Mama schüttelte den Kopf.

„Du kannst dir stattdessen überlegen, wie du Mia wieder fröhlich machst.“

Flips stöhnte und stand auf.

Was sollte er denn jetzt tun?

Den ganzen Nachmittag war ihm langweilig.

Er setzte sich an seinen Schreibtisch und zeichnete, aber das machte keinen Spaß.

Er baute mit seinen Bauklötzen, doch ohne Mia war es langweilig.

Da bekam er eine Idee.

Er bastelte eine kleine Entschuldigungskarte für Mia.

Mit bunten Stiften malte er einen Fernseher und schrieb darunter:

„Tut mir leid, Mia! Morgen schauen wir deine Sendung zusammen.“

Dann faltete er aus Papier ein kleines Boot und schrieb ihren Namen darauf.

Er nahm die Karte und das Boot und klopfte an Mias Tür.

„Mia? Darf ich reinkommen?“

Mia saß auf ihrem Bett und schaute ihn misstrauisch an.

„Was willst du?“

Flips trat vorsichtig ins Zimmer und hielt ihr die Karte hin.

„Es tut mir leid, dass ich so gemein war. Ich habe etwas für dich.“

Mia nahm die Karte, las sie und schaute ihn überrascht an.

Dann lächelte sie.

„Darf ich das Boot behalten?“

„Natürlich!“, sagte Flips.

Mia nahm das Boot und setzte es auf ihren Nachttisch.

„Okay, dann schauen wir morgen meine Sendung!“, rief sie fröhlich.

Flips atmete erleichtert auf.

Mama stand in der Tür und lächelte.

„Das hast du gut gemacht, Flips. Manchmal ist es wichtiger, nett zu sein als recht zu haben.“

Am nächsten Tag saßen Flips und Mia zusammen auf dem Sofa.

Diesmal schaute Mia ihre Lieblingssendung – und Flips sah mit ihr zusammen.

Und weißt du was?

Es machte ihm sogar richtig Spaß.

Ende 🌙 Gute Nacht!

Schon bereit für morgen Abend? 🦊

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