Lilli & Mo & die geheimnisvolle Strömung

Onkel Guido
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Lilli & Mo & die geheimnisvolle Strömung
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Was passiert, wenn plötzlich eine neue Strömung durch das Korallenriff zieht?

Und was, wenn zwei kleine Seepferdchen lernen, dass Veränderungen manchmal Geschenke sind?

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

Das Meer war an diesem Morgen ungewöhnlich lebendig.

Die Sonnenstrahlen tanzten heller als sonst durch das Wasser.

Lilli hielt sich mit ihrem Schwänzchen am Seegras fest.

Mo schwebte dicht neben ihr.

„Spürst du das?“, fragte Lilli leise.

Mo nickte.

Eine neue Strömung glitt durch das Riff.

Sie war nicht stark.

Aber sie war anders.

Das Seegras bewegte sich in einem neuen Rhythmus.

Die bunten Fische schwammen neugierig hin und her.

Und selbst die alte Muschel öffnete sich ein kleines Stück weiter als sonst.

„Vielleicht kommt Besuch“, flüsterte Mo.

Lilli ließ sich ein Stück treiben.

Die Strömung fühlte sich kühl und kitzelig an.

„Oder wir sollen etwas entdecken“, sagte sie neugierig.

Langsam lösten sie ihre Schwänzchen.

Vorsichtig ließen sie sich von der neuen Strömung tragen.

Sie schwebten an vertrauten Korallen vorbei.

Doch plötzlich sah alles ein kleines bisschen anders aus.

Hinter einem Felsen, den sie noch nie bemerkt hatten, lag eine schmale Öffnung.

„Die war doch gestern noch nicht da“, murmelte Mo.

Lilli lächelte.

„Vielleicht haben wir sie nur nie gesehen.“

Die Strömung führte sie sanft hindurch.

Dahinter öffnete sich eine kleine, geschützte Bucht.

Das Wasser war dort ruhiger.

Das Licht fiel weich wie durch ein Fenster aus Glas.

Und mitten zwischen Seegras und kleinen Steinen lag etwas Bekanntes.

Der kleine Holzfuchs.

Doch er lag nicht allein.

Neben ihm hatte sich feiner Sand gesammelt.

Und kleine Schnecken hatten sich um ihn herum niedergelassen.

„Er hat neue Nachbarn“, flüsterte Lilli erfreut.

Mo schwamm näher.

„Und er sieht gar nicht mehr verloren aus.“

Plötzlich raschelte es im Seegras.

Ein winziger Krebs kam hervor.

„Seid ihr die Seepferdchen aus dem großen Riff?“

Lilli nickte freundlich.

„Ja, das sind wir.“

Der Krebs klapperte leise mit seinen Scheren.

„Die Strömung hat uns hierhergetragen“, erklärte er stolz.

„Sie bringt manchmal Neues.“

Mo sah sich um.

Die kleine Bucht war voller Leben.

Nicht laut.

Nicht wild.

Sondern ruhig und freundlich.

„Vielleicht ist Veränderung gar nichts Schlimmes“, sagte Mo nachdenklich.

Lilli ließ sich langsam im Wasser drehen.

„Vielleicht zeigt sie uns nur neue Wege.“

Die Strömung wurde sanfter.

Sie schob Lilli und Mo vorsichtig zurück Richtung Riff.

„Wollen wir zurück?“, fragte Mo.

Lilli nickte.

„Aber wir kommen wieder.“

Gemeinsam schwebten sie durch die schmale Öffnung.

Das große Korallenriff begrüßte sie mit bunten Farben.

Die Fische zogen ihre Kreise.

Die alte Schildkröte glitt ruhig vorbei.

„Ihr wart unterwegs“, sagte sie mit tiefer Stimme.

Mo lächelte.

„Die Strömung hat uns getragen.“

Die Schildkröte nickte langsam.

„Strömungen kommen und gehen. Aber wer ruhig bleibt, findet immer seinen Platz.“

Lilli dachte darüber nach.

Sie blickte zu Mo.

„Ich glaube, wir gehören hierher“, sagte sie leise.

Mo nickte.

„Und auch ein kleines Stück dorthin.“

Am Abend wurde das Meer dunkler.

Die neue Strömung war nun kaum noch zu spüren.

Alles wirkte wieder vertraut.

Doch Lilli und Mo fühlten sich ein wenig gewachsen.

Sie hielten sich mit ihren Schwänzchen am Seegras fest.

Das Wasser schaukelte sie sanft hin und her.

Mo“, flüsterte Lilli schläfrig.

„Ja?“

„Ich mag es, wenn das Meer uns überrascht.“

Mo lächelte mit geschlossenen Augen.

„Solange wir zusammen sind, ist jede Strömung gut.“

Das Wasser rauschte leise.

Die Korallen schimmerten im letzten Licht.

Und tief unten in der kleinen Bucht lag der Holzfuchs zwischen seinen neuen Nachbarn.

Geborgen.

Ruhig.

Genau wie die beiden kleinen Seepferdchen.

Langsam wurden ihre Bewegungen weicher.

Ihre Augen schlossen sich.

Und das Meer sang ihnen ein leises Lied.

Ein Lied von Strömungen.

Von Nachbarschaft.

Und von dem Gefühl, immer einen Platz zu haben.

Ganz still.

Ganz sanft.

Ganz geborgen.

Hallo, ich bin Onkel Guido
… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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