Freundschaftsgeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit

Zwei Feen & der Streich, der zu weit ging

Zwei Feen & der Streich, der zu weit ging
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Wenn zwei kleine Feen Streiche lieben, kann der Tag ganz schön funkeln – und manchmal auch ein kleines bisschen knistern.

Heute gehen Elisa und Irena einen Schritt zu weit und lernen, wie wichtig ein ehrliches Entschuldigen ist.

Im Morgendämmerlicht des Feenwaldes glitzerten die Tautropfen wie winzige Sterne.

Zwischen Farnen und Glockenblumen schwebten zwei Feen lachend durch die Luft.

Es waren Elisa und Irena.

Sie waren beste Freundinnen.

Und sie liebten Streiche.

Nicht böse Streiche.

Nur kleine Überraschungen, die kitzelten und zum Lachen brachten.

Heute aber fühlte sich der Wald besonders aufregend an.

„Ich hab eine Idee“, flüsterte Elisa und drehte eine Pirouette.

„Oh nein, so fängt es immer an“, kicherte Irena, deren Flügel im Sonnenlicht schimmerten.

Die beiden schwebten zur Lichtung, auf der ihre Freundinnen morgens Blumen sammelten.

Dort waren Mira, Lona und die kleine Fee Tessa.

Sie sangen leise und banden Kränze.

Elisa tippte mit ihrem Zauberstab auf einen Pilz.

Plopp.

Ein Regen aus Glitzerstaub fiel herab.

Alle lachten.

Irena ließ ein Blatt plötzlich quaken wie ein Frosch.

Noch mehr Lachen.

Hinter einem Baum saß ein kleiner Fuchs.

Er blinzelte verschlafen und wedelte mit dem Schwanz.

Die Streiche machten Spaß.

Und genau das war das Problem.

„Noch einen“, sagte Elisa.

„Nur einen klitzekleinen“, antwortete Irena.

Sie tauschten einen Blick.

Dann wirbelten sie gleichzeitig ihren Zauber.

Die Blumenkränze begannen zu tanzen.

Nicht nur ein bisschen.

Sondern wild.

Die Kränze lösten sich.

Blüten flogen.

Tessa stolperte und setzte sich erschrocken ins Gras.

Das Lachen verstummte.

Mira runzelte die Stirn.

Lona verschränkte die Arme.

„Das war nicht lustig“, sagte Mira leise.

Elisa hielt inne.

Irena spürte ein Ziehen im Bauch.

Der Wald schien plötzlich stiller.

Der Fuchs legte den Kopf schief, als wolle er fragen, ob alles gut sei.

„Es tut mir leid“, begann Elisa, stockte aber.

Irena schaute auf ihre Schuhe.

„Wir wollten niemanden ärgern“, flüsterte sie.

Tessa wischte sich über die Augen.

„Ich hab mich erschreckt“, sagte sie ganz leise.

Da verstand Elisa.

Streiche sind nur dann Streiche, wenn alle lachen.

Irena nickte.

„Wir haben es übertrieben“, sagte sie mutig.

Elisa atmete tief ein.

„Es tut uns wirklich leid“, sagte sie klar.

Sie setzten sich zu den anderen.

Sie sammelten Blüten ein.

Sie flochten neue Kränze.

Langsam kehrte Wärme zurück.

Mira lächelte wieder.

Lona half beim Binden.

Tessa setzte sich neben Elisa.

„Bleibst du bei mir?“, fragte sie.

Ja“, sagte Elisa sanft.

Als die Sonne höher stand, glitzerte der Wald erneut.

Diesmal ohne Zaubertrick.

Nur mit Freundschaft.

Der kleine Fuchs tappte näher, schnupperte an einer Blume und setzte sich zufrieden.

„Vielleicht sind Streiche morgen wieder okay“, meinte Irena vorsichtig.

„Vielleicht nur ganz kleine“, antwortete Mira schmunzelnd.

Alle lachten.

Und der Wald atmete auf.

Am Abend schwebten Elisa und Irena heim.

Der Himmel war rosig.

Ihre Herzen waren ruhig.

Sie wussten nun, wie man Spaß und Rücksicht teilt.

Und mit diesem warmen Gefühl schlief der Feenwald ein.

Ende 🌙 Gute Nacht!

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