Abenteuergeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit Auch zum Anhören und Herunterladen

Lotta & das Pony mit den Sommersprossen

Lotta & das Pony mit den Sommersprossen
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Onkel Guido liest vor

0:005:19

Lotta darf einen Tag auf dem Ponyhof verbringen - endlich!

Doch das frechste Pony von allen, Flecki, hat keine Lust auf Reitunterricht.

Plötzlich sind die beiden mitten in einem wilden Ausflug, der alles verändert.

Lotta war aufgeregt.

Heute durfte sie zum allerersten Mal auf einen echten Ponyhof.

Mit Helm, Gummistiefeln und einem Rucksack voller Möhren stand sie am Tor.

Frau Sonnenschein, die Hofleiterin, begrüßte sie freundlich.

„Na, Lust auf Pferde?“, lachte sie.

Lotta nickte heftig.

„Und wie!“

Sie durfte im Stall helfen, Heu holen und striegeln.

Doch dann kam das, worauf sie sich am meisten freute: Reiten!

Frau Sonnenschein führte sie zu einem kleinen, gefleckten Pony mit wuscheliger Mähne.

„Das ist Flecki“, sagte sie. „Er hat Sommersprossen auf der Nase und seinen ganz eigenen Kopf.“

Lotta streichelte vorsichtig über das Fell.

„Hallo, Flecki.“

Flecki schnaubte - und stupste sie direkt mit der Nase an.

„Er mag dich“, meinte Frau Sonnenschein.

Kaum saß Lotta auf seinem Rücken, spürte sie: Das wird spannend.

Sie ritten los - langsam im Kreis.

Doch Flecki blieb immer wieder stehen.

Dann galoppierte er plötzlich ein paar Schritte vor, nur um wieder abrupt zu stoppen.

„Hey!“, rief Lotta. „Was soll das denn?“

Frau Sonnenschein lachte.

„Flecki testet dich. Du musst ihm zeigen, dass du mutig bist.“

Lotta fasste sich ein Herz, straffte den Rücken und sprach klar:

„Flecki, jetzt gehen wir da lang - und zwar zusammen!“

Flecki wieherte leise.

Dann trabte er los - direkt aus dem Reitplatz hinaus!

„Halt!“, rief Lotta.

Aber Flecki hatte schon den Waldweg eingeschlagen.

Lotta klammerte sich fest.

„Okay. Dann eben ein Ausritt …“

Der Weg führte über eine Wiese, vorbei an einem Bach.

Und dann, mitten im Grünen, blieb Flecki stehen.

Er schnupperte - und stieß ein leises, zufriedenes Geräusch aus.

„Was ist denn hier?“, fragte Lotta.

Sie stieg ab und entdeckte etwas Glänzendes im Gras.

Ein alter Hufeisenanhänger lag dort - an einem verblassten Lederband.

Flecki stupste ihn an.

„Ist das … deiner?“, fragte Lotta.

Flecki schnaubte - fast wie ein Nicken.

Lotta band das Hufeisen vorsichtig um seinen Hals.

„Da. Jetzt hast du deinen Glücksbringer zurück.“

Plötzlich war Flecki ganz ruhig.

Er senkte den Kopf, ließ sich streicheln und schien zufrieden wie nie.

„Willst du zurück?“, fragte Lotta.

Flecki drehte sich um - und trabte langsam Richtung Hof.

Am Tor wartete Frau Sonnenschein - und war gar nicht böse.

„Na, du hast ihn wohl für dich gewonnen!“

Lotta grinste.

„Ich glaube, wir verstehen uns jetzt.“

Sie streichelte Fleckis Stirn.

„Bis bald, Sommersprossenfreund.“

Und Flecki? Der stupste sie nochmal ganz sanft an - direkt aufs Herz.

Ende 🌙 Gute Nacht!

Für morgen Abend 🦊

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