Mia & der Pfau im Baum

Onkel Guido
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Wenn der Frühling in den Forstbotanischen Garten nach Köln Rodenkirchen kommt, wird alles ein kleines bisschen heller, bunter und stiller zugleich.

Zwischen blühenden Bäumen, friedlichen Enten und stolzen Pfauen gibt es dort viel zu entdecken.

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

An einem warmen Frühlingsmorgen machte sich Mia mit ihrer Mama auf den Weg in den Forstbotanischen Garten von Köln Rodenkirchen.

Die Sonne schien freundlich vom Himmel.

Ein leichter Wind strich durch die Zweige.

Überall duftete es nach frischem Gras, nach Blüten und nach einem neuen, hellen Tag.

Schon am Eingang blieb Mia stehen und staunte.

Über ihr leuchteten die Bäume in Rosa, Weiß und zartem Lila.

Die Blüten sahen aus wie kleine Wolken, die sich in die Äste gesetzt hatten.

Manche Blätter waren noch ganz jung und weich.

Sie glänzten im Sonnenlicht wie frisch gewaschen.

„Mama, es sieht hier aus wie in einem Frühlingsmärchen“, sagte Mia leise.

„Ja“, sagte Mama und lächelte.

„Fast so, als hätte der Garten sich extra hübsch gemacht.“

Mia ging langsam weiter.

Sie wollte nichts verpassen.

Auf dem Weg lagen kleine Blütenblätter wie Konfetti.

Ein paar fielen gerade erst von den Bäumen und segelten sanft durch die Luft.

Mia hielt die Hände auf und fing zwei davon.

„Die Bäume schneien Blumen“, sagte sie.

Mama nickte.

„Und das ganz ohne Kälte.“

Nicht weit von ihnen schnatterte es am Wasser.

Dort schwammen mehrere Enten friedlich auf einem kleinen Teich.

Einige glitten gemächlich über die spiegelnde Fläche.

Andere tauchten mit dem Kopf unter Wasser und streckten die Schwänzchen in die Luft.

Mia musste lachen.

„Die sehen lustig aus.“

„Das tun sie wirklich“, sagte Mama.

Am Ufer saß eine Ente ganz still und putzte sorgfältig ihr Gefieder.

Neben ihr watschelte eine zweite Ente durch das Gras.

Alles wirkte ruhig.

Alles wirkte freundlich.

Und mitten in dieser Ruhe hörte Mia plötzlich ein ganz anderes Geräusch.

Es war kein Schnattern.

Es war auch kein Zwitschern.

Es klang ein bisschen stolz und ein bisschen geheimnisvoll.

„Was war das?“, fragte Mia.

Mama zeigte nach vorn.

„Vielleicht ein Pfau.“

Und tatsächlich.

Hinter einer Kurve auf dem Weg stand ein wunderschöner Pfau.

Sein Hals schimmerte blaugrün.

Sein Gefieder glänzte im Licht, als hätte jemand kleine Edelsteine hineingemalt.

Langsam stolzierte er über die Wiese, als gehöre ihm der ganze Garten.

Ein paar Besucher blieben stehen und schauten ihn staunend an.

Auch Mia blieb ganz still.

Dann kam noch ein zweiter Pfau dazu.

Und hinter einem Busch tauchte sogar ein dritter auf.

„Die sind ja wunderschön“, flüsterte Mia.

„Ja“, sagte Mama.

„Und sie leben hier ganz friedlich mit den Enten zusammen.“

Mia beobachtete, wie eine Ente am Rand der Wiese entlanglief.

Nur ein paar Schritte daneben schritt der Pfau durch das Gras.

Niemand stritt.

Niemand jagte den anderen fort.

Es war, als hätte jedes Tier seinen eigenen Platz.

Da entdeckte Mia am Wegesrand etwas Kleines.

Zwischen den blühenden Sträuchern saß ein kleiner niedlicher Fuchs.

Er hatte rotbraunes Fell, eine helle Schnauze und wache Augen.

Fast wirkte es, als würde auch er den Frühlingsgarten bestaunen.

„Mama, schau mal, da ist ein Fuchs“, flüsterte Mia.

Mama sah in die Richtung und lächelte überrascht.

„Wie niedlich er ist.“

Der kleine Fuchs blieb einen Moment sitzen.

Dann huschte er leise ins Gebüsch zurück.

So schnell, dass nur noch sein buschiger Schwanz zu sehen war.

„Vielleicht macht er auch einen Frühlingsspaziergang“, sagte Mia.

„Bestimmt“, sagte Mama.

Wenig später kamen sie zu einem besonders großen Baum.

Seine Äste breiteten sich weit über den Weg aus.

Dort hatten sich bereits einige Besucher versammelt.

Alle schauten nach oben.

Mia reckte den Hals.

Zuerst sah sie nur Blätter und Blüten.

Dann entdeckte sie ihn.

Hoch oben zwischen den Ästen saß ein Pfau.

Er saß dort ganz ruhig und stolz, fast wie ein König auf seinem Aussichtsthron.

Mia riss die Augen auf.

„Mama, der Pfau sitzt ja im Baum.“

„Ja“, sagte Mama.

„Und ganz schön weit oben.“

Neben ihnen stand ein älterer Herr mit Hut.

Er lächelte freundlich.

„Pfauen können erstaunlich gut fliegen“, sagte er.

„Vor allem, wenn sie ihre Ruhe haben möchten.“

Mia schaute noch höher.

„So hoch?“

Der Mann nickte.

„Ja, manchmal sogar bis in etwa zehn Meter Höhe.“

Mehrere Besucher staunten.

Ein kleines Kind sagte: „Ich dachte, die laufen nur herum.“

Da lachte der Mann leise.

„Das denken viele.“

„Aber wenn ein Pfau einen ruhigen Platz sucht, fliegt er einfach in einen Baum.“

Mia sah bewundernd nach oben.

Der Pfau bewegte sich kaum.

Er saß dort zwischen Blüten und jungen Blättern, als wäre er selbst ein Teil des Frühlings.

Ein leichter Wind ging durch die Krone.

Ein paar Blütenblätter flatterten an ihm vorbei.

„Vielleicht möchte er dort oben nachdenken“, sagte Mia.

Mama nickte.

„Oder einfach ein bisschen Pause machen.“

Sie gingen weiter durch den Garten.

Überall gab es etwas Schönes zu sehen.

Weiße Blüten leuchteten zwischen sattem Grün.

Rosa Blütenbüschel wippten im Wind.

Die Enten zogen ihre stillen Kreise im Wasser.

Hier und da hörte man wieder einen Pfau rufen.

Und immer wieder blieben Besucher stehen, lächelten und staunten.

Mia merkte, wie ruhig sie sich fühlte.

Der Garten war nicht laut.

Er war nicht hektisch.

Er war wie ein Ort, an dem alles ein bisschen langsamer wurde.

„Mama“, sagte Mia nach einer Weile.

„Ich glaube, der Frühling wohnt hier.“

Mama nahm ihre Hand.

„Ja“, sagte sie.

„Vielleicht fühlt es sich deshalb so friedlich an.“

Sie setzten sich noch auf eine Bank unter einen blühenden Baum.

Von dort aus konnten sie den Teich sehen.

Eine Ente zog eine glitzernde Spur durchs Wasser.

Weiter hinten lief ein Pfau am Ufer entlang.

Und ganz kurz lugte sogar wieder der kleine Fuchs zwischen den Sträuchern hervor.

Es war, als wolle er nachsehen, ob noch alles friedlich war.

Mia lehnte sich an Mama.

Die Sonne war warm.

Die Luft roch nach Blüten.

Über ihnen summte leise eine Biene.

„Das war ein schöner Spaziergang“, sagte Mia.

„Ja“, sagte Mama.

„So schön, dass man ihn am liebsten mit nach Hause nehmen möchte.“

Mia lächelte.

„Vielleicht bleibt ein kleines Stück davon einfach im Herzen.“

„Das glaube ich auch“, sagte Mama.

Als sie später langsam nach Hause gingen, drehte Mia sich noch einmal um.

Die Bäume blühten.

Die Enten schwammen.

Die Pfauen spazierten stolz durch den Garten.

Und hoch oben im Baum saß noch immer der Pfau, der einfach seine Ruhe haben wollte.

Mia winkte ihm leise zu.

Dann ging sie zufrieden weiter.

Am Abend lag Mia schon müde in ihrem Bett.

Draußen wurde es langsam dunkel.

In ihrem Kopf aber war der Garten noch hell.

Sie dachte an die blühenden Bäume.

An die friedlichen Enten.

An die stolzen Pfauen.

An den kleinen Fuchs im Gebüsch.

Und an den Pfau hoch oben im Baum.

Da wurde ihr Herz ganz ruhig.

Mia kuschelte sich tiefer in ihre Decke.

Sie stellte sich vor, wie im Forstbotanischen Garten nun auch die Tiere schlafen gingen.

Die Enten ruhten am Wasser.

Die Pfauen suchten sich ihre sicheren Plätze.

Und der kleine Fuchs rollte sich vielleicht unter einem Busch zusammen.

Mia lächelte.

Dann schloss sie die Augen.

Und mit dem Duft von Frühlingsblüten in ihren Gedanken schlief sie sanft ein.

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