Pony LottiLotte Zuselchen & das flüsternde Wiesenlicht

Onkel Guido
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Pony LottiLotte Zuselchen & das flüsternde Wiesenlicht
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Heute wartet eine besonders sanfte Geschichte auf kleine Träumer.

Begleite das Pony LottiLotte Zuselchen auf eine nächtliche Reise voller leiser Wunder, mutiger Momente und warmem Herzklopfen.

Eine Geschichte zum Kuscheln, Zuhören und friedlich Einschlafen.

...

LottiLotte Zuselchen war ein ganz besonderes Pony.

Sie war klein.

Sie war rund.

Und sie hatte eine Mähne, die aussah wie ein durcheinander gewehter Zuckerwattehimmel.

Wenn sie über die Wiesen trabte, hüpften ihre Locken fröhlich auf und ab.

Alle auf dem Hof liebten sie.

Doch LottiLotte hatte ein Geheimnis.

Nachts, wenn die Sterne funkelten und der Mond wie eine silberne Laterne am Himmel hing, konnte sie etwas hören, das sonst niemand hörte.

Ein leises Flüstern.

Ein sanftes Klingen.

Ein Licht, das zu ihr sprach.

An einem warmen Frühlingsabend stand LottiLotte am Zaun und schaute hinaus auf die große Wiese.

Die Grillen zirpten.

Der Wind streichelte die Gräser.

Und irgendwo raschelte es ganz vorsichtig.

Vielleicht war es nur ein Igel.

Vielleicht aber auch ein kleiner, neugieriger Fuchs, der sich heimlich zwischen den Gänseblümchen versteckte.

LottiLotte spitzte die Ohren.

Da war es wieder.

Dieses leise Flüstern.

Komm“, schien es zu sagen.

„Komm und finde mich.“

LottiLotte schnaubte leise.

„Wer bist du denn?“ murmelte sie.

Doch niemand antwortete.

Nur ein zartes Leuchten tanzte über die Wiese.

Wie kleine Sterne, die sich verirrt hatten.

LottiLotte konnte nicht anders.

Sie öffnete vorsichtig das kleine Tor.

Dann trabte sie hinaus.

Schritt für Schritt.

Ganz leise.

Ganz neugierig.

Das Licht hüpfte vor ihr her.

Mal war es links.

Mal rechts.

Mal verschwand es ganz und tauchte plötzlich wieder auf.

„Warte doch!“ rief LottiLotte kichernd.

„Ich bin doch schon unterwegs!“

Da hörte sie plötzlich ein leises Quieken.

Unter einem Busch lag ein kleines Lamm.

Sein Fell war ganz verfilzt.

Seine Augen glänzten vor Angst.

„Oh je“, flüsterte LottiLotte.

„Hast du dich verlaufen?“

Das Lamm nickte.

„Ich finde meine Mama nicht mehr.“

LottiLotte stupste es sanft mit der Nase.

„Keine Sorge. Wir finden sie zusammen.“

Das Licht flackerte erneut.

Nun schwebte es ganz nah bei ihnen.

Als würde es ihnen den Weg zeigen.

„Siehst du?“ sagte LottiLotte freundlich.

„Das Licht hilft uns.“

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg.

Sie liefen über die Wiese.

Durch das raschelnde Gras.

Vorbei an summenden Blumen.

Und immer folgten sie dem geheimnisvollen Leuchten.

Plötzlich blieb LottiLotte stehen.

Sie hörte ein leises Rufen.

„Mäh…“

Ganz fern.

Ganz zart.

Das Lamm sprang auf.

„Das ist meine Mama!“

Und tatsächlich.

Hinter einem kleinen Hügel stand eine große Schafherde.

Eine Schafmama rannte ihnen entgegen.

Sie drückte ihr Lamm fest an sich.

Danke“, blökte sie glücklich.

LottiLotte lächelte zufrieden.

Doch das Licht war noch nicht verschwunden.

Es tanzte weiter.

Und diesmal führte es sie zum Bach.

Dort stand ein alter Esel.

Er schaute traurig ins Wasser.

„Was ist denn los?“ fragte LottiLotte.

Der Esel seufzte.

„Ich traue mich nicht über die Brücke. Sie wackelt.“

LottiLotte sah hinüber.

Die Brücke war alt.

Und ein bisschen schief.

Aber sie hielt.

„Ich gehe mit dir“, sagte sie mutig.

Gemeinsam setzten sie einen Huf vor den anderen.

Die Brücke knarrte.

Der Esel zitterte.

Doch LottiLotte blieb ruhig.

„Du schaffst das“, flüsterte sie.

Und dann waren sie drüben.

Der Esel strahlte.

„Danke, kleines Pony.“

Das Licht glühte nun heller.

Fast wie ein kleines Herz.

Es hüpfte weiter.

Hinauf zum alten Apfelbaum.

Dort saß ein kleines Mädchen.

Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.

„Warum bist du traurig?“ fragte LottiLotte sanft.

„Ich habe Angst im Dunkeln“, schluchzte das Mädchen.

LottiLotte legte den Kopf auf ihren Schoß.

„Die Nacht ist nicht dunkel. Sie ist nur voller Geheimnisse.“

Das Mädchen schaute auf.

Das Licht schwebte um sie herum.

Es glitzerte.

Es wärmte.

Es flüsterte.

„Manchmal hilft ein kleines Licht, wenn man sich fürchtet“, sagte LottiLotte.

Das Mädchen lächelte.

Und stand auf.

Gemeinsam gingen sie zurück zum Hof.

Als sie ankamen, verschwand das Licht langsam.

Wie ein Traum, der sich verabschiedet.

LottiLotte schaute zum Himmel.

Die Sterne funkelten besonders hell.

Danke“, flüsterte sie.

In dieser Nacht schlief sie tief und ruhig.

Und sie wusste.

Das flüsternde Wiesenlicht würde immer da sein.

Für alle, die Hilfe brauchten.

Für alle, die Angst hatten.

Und für alle, die an kleine Wunder glaubten.

Ganz leise.

Ganz warm.

Ganz liebevoll.

Und irgendwo im Gras gähnte ein kleiner Fuchs zufrieden.

Denn auch er hatte gesehen, wie viel Mut in einem kleinen Ponyherz stecken kann.

Und so schlief die Welt ein.

Mit einem Lächeln.

Und einem leisen Glitzern im Herzen.

Hallo, ich bin Onkel Guido
… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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