Wilde Prinzessinnen & das Sternentor

Onkel Guido
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Wilde Prinzessinnen & das Sternentor
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Nach Wald, See, Wolkenbrücke und flüsterndem Berg wartet nun das letzte Geheimnis.

Es öffnet sich nur in einer ganz stillen Nacht.

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte.

...

In der Nacht nach dem Besuch beim flüsternden Berg schlief das Königreich besonders ruhig.

Der Wind hatte sich hingelegt.

Die Bäume standen still wie Wächter aus Schatten.

Und über allem funkelten unzählige Sterne.

Prinzessin Mira konnte nicht sofort einschlafen.

Ihr Herz fühlte sich warm an.

Aber auch ein kleines bisschen gespannt.

So, als würde noch etwas fehlen.

Ganz leise stand sie auf.

Barfuß ging sie zum Fenster.

Der Himmel war klar wie ein stiller See.

Plötzlich bemerkte sie einen Stern, der heller leuchtete als alle anderen.

Er funkelte nicht nur.

Er pulsierte sanft.

Wie ein Herz aus Licht.

„Sora… Leni…“, flüsterte Mira.

Kurz darauf standen die drei Prinzessinnen nebeneinander am Fenster.

Niemand sprach laut.

Denn sie wussten es sofort.

Das letzte Wunder wartete.

Wenig später liefen sie durch den schlafenden Schlossgarten.

Das Gras war kühl unter ihren Füßen.

Der Mond legte silbernes Licht auf den Weg.

Am alten Brunnen saß bereits der kleine, kupferfarbene Fuchs.

Als hätte er sie erwartet.

Er stand auf.

Sah zum Himmel.

Und lief los.

Die Prinzessinnen folgten ihm still.

Hinter den Hügeln, dort wo die Wiesen in offene Nacht übergingen, blieb der Fuchs stehen.

Genau unter dem hellsten Stern.

In diesem Moment begann die Luft zu schimmern.

Ganz fein.

Wie Staub aus Licht.

Ein leiser Klang erfüllte die Nacht.

Warm.

Ruhig.

Geborgen.

Vor ihnen öffnete sich langsam ein Kreis aus Sternenlicht.

Schwebend.

Sanft drehend.

Ein Tor.

Nicht groß.

Nicht laut.

Sondern still wie ein Atemzug.

„Ein Sternentor“, flüsterte Leni ehrfürchtig.

Sora nickte.

„Für Abschiede und Anfänge zugleich.“

Mira spürte kein bisschen Angst.

Nur Ruhe.

Sie traten näher.

Im Inneren des Tores sahen sie Bilder aus Licht.

Den leuchtenden Wald.

Den stillen See.

Die Wolkenbrücke.

Den warmen Berg.

Alle ihre Wege funkelten dort wie Erinnerungen aus Gold.

„Warum zeigt es uns das?“ fragte Leni leise.

Da wehte ein sanfter Sternenwind durch das Tor.

Und eine Stimme, zart wie fernes Glockenlicht, flüsterte:

„Weil jedes Ende auch ein Anfang ist.“

Sora schloss kurz die Augen.

„Geht das Wunder jetzt vorbei?“

Das Licht antwortete warm:

„Wunder gehen nie vorbei.“

„Sie werden nur zu Erinnerungen, die den Weg nach Hause leuchten.“

Mira nahm Lenis und Soras Hand.

„Dann ist das hier kein Abschied“, sagte sie ruhig.

„Sondern ein Versprechen.“

Das Sternentor begann heller zu leuchten.

Goldene Funken stiegen auf in den Himmel.

Wie ein ganz stilles Feuerwerk.

Ohne Knall.

Ohne Lärm.

Nur Licht.

Der kleine Fuchs setzte sich neben sie.

Seine Augen spiegelten die Sterne.

Langsam hob sich das Tor höher.

Und höher.

Bis es sich in den Himmel einfügte.

Genau zu dem hellsten Stern.

Dort blieb es.

Als neues, leuchtendes Zeichen.

Die Nacht wurde wieder ruhig.

Ganz ruhig.

Doch etwas hatte sich verändert.

Nicht draußen.

Sondern in ihren Herzen.

Mira fühlte Mut, der blieb.

Leni fühlte Wärme, die weiterleuchtete.

Sora fühlte Frieden, der nicht mehr verschwand.

„Wir müssen gar nicht suchen“, flüsterte Sora.

„Die Wunder finden uns.“

Gemeinsam gingen sie zurück zum Schloss.

Langsam.

Still.

Geborgen.

Der kleine Fuchs blieb noch einen Moment auf dem Hügel sitzen.

Er blickte zum neuen Stern hinauf.

Dann schloss auch er ruhig die Augen.

Im Schloss legten sich die Prinzessinnen in ihre Betten.

Die Nacht deckte sie weich zu.

Und hoch oben funkelte nun ein Stern ein kleines bisschen heller als alle anderen.

Als würde er über drei wilde, mutige, leise Herzen wachen.

Bis ihre Atemzüge ruhig wurden.

Bis ihre Träume begannen.

Und bis der Schlaf sie sanft in neue Wunder trug.

Ganz still.

Ganz warm.

Gute Nacht. 🌙

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… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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