Freundschaftsgeschichtenca. 6 Min Vorlesezeit

Henni & die verlorene Schneeflocke: Ein magisches Winterabenteuer

Henni & die verlorene Schneeflocke: Ein magisches Winterabenteuer
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

An einem frostigen Wintertag entdeckt Henni, das kleine Häschen, eine seltsame, regenbogenfarbene Schneeflocke, die sich nicht wie andere verhält. Gemeinsam mit ihren Freunden Fred, Mia und Olli folgt sie der magischen Flocke, um ein trauriges Rehkitz wieder mit seiner Mama zu vereinen. Ob ihnen das gelingt und was die Wunschflocke wirklich bedeutet, erfahrt ihr in dieser Geschichte. 

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte!

Der Winter war noch immer in vollem Gange, und Henni, das kleine Häschen, liebte die verschneiten Wiesen und glitzernden Bäume. Doch an diesem Morgen war etwas anders. Als sie ihre Pfoten durch den frischen Schnee stapfte, entdeckte sie eine Schneeflocke, die sich nicht wie alle anderen verhielt.

Die Schneeflocke war viel größer als normal und schimmerte in allen Farben des Regenbogens. Doch das Besondere war: Sie bewegte sich! Langsam schwebte sie knapp über dem Boden und schien Hilfe zu suchen.

„Das ist ja seltsam,“ murmelte Henni. „Vielleicht weiß Olli, was das bedeutet.“

Henni hüpfte los, um ihre Freunde zu holen. Bald darauf versammelten sich Fred, der Frosch, Mia, die Maus, und Olli, die kluge Eule, bei der Schneeflocke.

„Das ist keine normale Schneeflocke,“ sagte Olli mit ernster Stimme, nachdem sie die Flocke genau betrachtet hatte. „Das ist eine Wunschflocke. Sie ist verloren gegangen und sucht nach ihrem Platz im Himmel.“

„Im Himmel?“, fragte Mia. „Wie können wir ihr denn helfen, wieder dorthin zu kommen?“

Olli erklärte: „Wunschflocken gehören zu den Sternen. Sie fallen nur dann auf die Erde, wenn jemand einen besonders starken Wunsch hat. Wir müssen herausfinden, wer diesen Wunsch hatte, und die Flocke zurückbringen.“

„Wie finden wir das heraus?“, fragte Fred neugierig.

„Die Flocke wird uns den Weg zeigen,“ antwortete Olli. „Folgt ihr einfach.“

Tatsächlich begann die Schneeflocke langsam in Richtung des Waldes zu schweben. Henni und ihre Freunde folgten ihr durch die verschneite Landschaft, über zugefrorene Bäche und an hohen Tannen vorbei. Nach einer Weile erreichten sie eine kleine Lichtung, wo ein Rehkitz stand und traurig zum Himmel blickte.

„Hallo, kleines Reh,“ sagte Henni freundlich. „Warum bist du so traurig?“

Das Rehkitz drehte sich um und seufzte. „Ich habe mir gewünscht, meine Mama wiederzufinden. Wir wurden im Schnee getrennt, und ich weiß nicht, wo sie ist.“

„Das erklärt alles,“ sagte Olli. „Dein Wunsch war so stark, dass die Wunschflocke zu dir gekommen ist.“

Henni trat näher. „Keine Sorge, wir helfen dir, deine Mama zu finden.“

Die Schneeflocke begann plötzlich heller zu leuchten und schwebte wieder los.

„Wir folgen ihr,“ rief Fred, und die Freunde machten sich gemeinsam auf den Weg.

Nach einiger Zeit erreichten sie eine tiefe Schneeverwehung. Dahinter entdeckten sie eine große Hirschkuh, die nervös umherblickte.

„Das muss deine Mama sein!“, rief Mia.

Das Rehkitz sprang überglücklich nach vorne. „Mama!“

Die beiden Tiere schlossen sich in die Arme, während die Wunschflocke in den Himmel stieg. Sie funkelte noch einmal hell auf und verschwand dann in der Nacht.

„Danke, dass ihr mir geholfen habt,“ sagte die Hirschkuh. „Ihr seid wahre Freunde.“

Henni lächelte. „Es war uns eine Freude. Und es war wunderschön zu sehen, wie ein Wunsch wahr wird.“

Die Freunde kehrten glücklich nach Hause zurück, während der Mond am Himmel strahlte. Von diesem Tag an erzählten sie jedem im Wald von der magischen Wunschflocke und der Kraft der Freundschaft.

Ende 🌙 Gute Nacht!

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