Wilde Pferde & der Sternenregen

Onkel Guido
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Wilde Pferde & der Sternenregen
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In dieser Nacht regneten keine Tropfen vom Himmel.

Es regneten funkelnde Sternenwünsche.

Viel Spaß mit dieser Gute Nacht Geschichte.

...

Am nächsten Abend war die Luft ganz klar.

Die Steppe roch nach trockenem Gras und Freiheit.

Mira führte die Herde auf einen Hügel.

Von dort konnte man den Himmel besonders gut sehen.

Jaro trabte neben ihr.

Tilli hüpfte mal rechts und mal links.

Die Fohlen waren aufgeregt.

Denn der Wind hatte etwas erzählt.

Der Wind hatte gesagt, dass heute Sterne fallen.

Tilli flüsterte.

„Fallen Sterne wirklich.“

Jaro schnaubte leise.

„Vielleicht fallen sie nur ein kleines Stück.“

Mira blieb stehen.

Sie blickte nach oben.

„Sie fallen nicht aus Versehen.“

„Warum dann.“

„Weil der Himmel manchmal Geschenke macht.“

Alle Pferde schauten.

Der Himmel war riesig.

Die Sterne waren wie Stecknadeln aus Licht.

Und dann passierte es.

Eine helle Spur zog über das Dunkel.

Noch eine Spur.

Und noch eine.

Tilli riss die Augen auf.

„Da.“

Die Fohlen machten kleine Geräusche.

Nicht laut.

Eher wie Staunen.

Jaro atmete tief ein.

„Wenn ich einen Wunsch denke, hört der Stern mich dann.“

Mira nickte langsam.

„Vielleicht hört dich der Stern.“

„Und wenn er mich nicht hört.“

„Dann hört dich die Nacht.“

Tilli setzte sich fast, so sehr wollte es ruhig sein.

Dann erinnerte Tilli sich, dass Pferde so nicht sitzen.

Tilli blieb stehen und tat sehr still.

Jaro schloss kurz die Augen.

Er wünschte sich etwas.

Nicht für sich.

Sondern für die Herde.

Er wünschte sich, dass alle immer genug Wasser finden.

Er wünschte sich, dass kein Fohlen sich verirrt.

Er wünschte sich, dass Mut nie zu laut sein muss.

Als er die Augen wieder öffnete, raschelte es im Gras.

Ganz unten am Hügel.

Da war etwas Kleines.

Etwas Orangebraunes.

Der kleine Fuchs war wieder da.

Er war so unauffällig, dass man ihn fast für ein Blatt hielt.

Er schaute ebenfalls in den Himmel.

Als würde er auch einen Wunsch haben.

Tilli bemerkte ihn zuerst.

Tilli wollte schon loslaufen.

Da hob Mira den Kopf ganz leicht.

Das war Miras Zeichen.

Das Zeichen bedeutete Ruhe.

Tilli blieb.

Der Sternenregen ging weiter.

Die Steppe wurde ganz still.

Sogar die Gräser hielten den Atem an.

Dann hörte Jaro etwas.

Nicht am Himmel.

Nicht im Wind.

Sondern ganz nah.

Ein Fohlen neben ihm schniefte.

Es war das kleinste Fohlen.

Es hieß Pino.

Pino hatte heute Angst.

Pino flüsterte.

„Ich wünsche mir, dass ich mich traue, wenn es dunkel ist.“

Jaro stupste Pino sanft mit der Nase an.

„Dunkel ist nur die Decke, unter der die Sterne schlafen.“

Pino blinzelte.

„Echt.“

„Echt.“

Mira trat einen Schritt näher.

„Und wir sind hier.“

Pino atmete etwas leichter.

Da fiel ein besonders heller Stern.

Er zog genau über den Hügel.

Er schien direkt über Pino zu glitzern.

Tilli flüsterte.

„Der Stern hat dich gehört.“

Pino lächelte.

Das war ein ganz kleines Lächeln.

Aber es war da.

Unten im Gras machte der Fuchs eine winzige Bewegung.

Vielleicht nickte er.

Vielleicht war es auch nur der Wind.

Dann drehte der Fuchs sich um und verschwand wieder.

Als wäre er nur gekommen, um den Sternen zuzusehen.

Als der Sternenregen langsam weniger wurde, legte die Herde sich ins Gras.

Nicht alle gleichzeitig.

Erst Mira.

Dann die Fohlen.

Dann Jaro.

Tilli blieb noch einen Moment stehen.

Tilli wollte noch einen Wunsch denken.

Tilli wünschte sich, dass der kleine Fuchs immer ein warmes Versteck hat.

Dann legte Tilli sich hin.

Die Steppe wurde zum Bett.

Der Himmel wurde zur Decke.

Und die Sterne wurden zu leisen Nachtlichtern, die über allen wachten.

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… ich komme aus dem schönen Köln, bin selbst Vater und seit neustem auch Opa. :) Auf dieser Seite findest du Geschichten für Kinder und Erwachsene. Schön, dass du da bist!
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