Wilde Pferde & die verlorene Hufeisen Spur

Onkel Guido
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Wilde Pferde & die verlorene Hufeisen Spur
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Eine Spur kann ganz klein sein.

Und trotzdem kann sie ein großes Abenteuer bedeuten.

Viel Spaß mit dieser Gute Nacht Geschichte.

...

Am vierten Abend war das Grasland besonders golden.

Die Sonne sank langsam.

Die Schatten wurden lang.

Mira führte die Herde an einer kleinen Senke vorbei.

Dort wuchs Gras, das weich wie Federn war.

Jaro roch plötzlich etwas Metallisches.

Nicht unangenehm.

Nur fremd.

Er blieb stehen.

Mira blieb auch.

Die Herde blieb automatisch.

Tilli schaute sofort nach unten.

„Was ist.“

Jaro deutete mit der Nase ins Gras.

Dort glänzte etwas.

Es war ein Hufeisen.

Aber wilde Pferde tragen keine Hufeisen.

Deshalb war es etwas Besonderes.

Mira betrachtete es.

„Das gehört nicht zu uns.“

Pino machte einen kleinen Schritt zurück.

„Ist das gefährlich.“

Mira schüttelte langsam den Kopf.

„Nein.“

„Warum liegt es dann hier.“

Jaro schnupperte noch einmal.

„Jemand hat es verloren.“

Tilli spitzte die Ohren.

„Dann ist jemand traurig.“

Mira nickte.

„Dann helfen wir.“

Sie suchten nach einer Spur.

Im weichen Boden gab es Abdrücke.

Nicht von Hufen wie ihren.

Sondern von schweren Schritten.

Vielleicht von einem Pony.

Vielleicht von einem Esel.

Vielleicht von einem Pferd, das bei Menschen lebt.

Die Spur führte Richtung Waldrand.

Der Waldrand sah dunkel aus.

Aber Mira ging ruhig.

Jaro ging an ihrer Seite.

Tilli und Pino liefen dicht hinter ihnen.

Und ganz hinten, fast unsichtbar, huschte ein kleiner Fuchs zwischen den Grashalmen.

Er hielt Abstand.

Er wirkte, als würde er ebenfalls die Spur lesen.

Am Waldrand fanden sie einen kleinen Pfad.

Dort lagen Blätter.

Dort roch es nach Holz.

Und dort hörten sie ein leises Schnauben.

Es klang erschöpft.

Mira blieb stehen.

Zwischen zwei Büschen stand ein Pony.

Es war grau.

Es hatte einen Strick am Hals.

Der Strick war locker.

Als hätte es sich losgerissen.

Das Pony hielt ein Vorderbein hoch.

Es wollte auftreten.

Aber es zögerte.

Jaro machte einen Schritt vor.

„Du hast dein Hufeisen verloren.“

Das Pony sah ihn an.

Seine Augen waren groß.

„Woher weißt du das.“

Jaro nickte Richtung Grasland.

„Wir haben es gefunden.“

Das Pony atmete schnell.

„Oh nein.“

„Tut es weh.“

Das Pony nickte.

„Ein bisschen.“

Mira trat näher.

Sie blieb freundlich.

„Wir bringen es dir nicht an.“

„Warum nicht.“

„Weil wir das nicht können.“

Tilli stellte sich neben das Pony.

Tilli flüsterte.

„Aber wir können dich begleiten.“

Das Pony schluckte.

„Ich habe Angst zurückzugehen.“

Mira hob den Kopf.

„Du gehst nicht allein.“

Der kleine Fuchs saß jetzt auf einem Baumstumpf.

Ganz unauffällig.

Er schaute, als würde er sagen, dass es eine gute Idee ist.

Jaro nahm das Hufeisen vorsichtig ins Maul.

Es war schwer.

Aber Jaro hielt es ruhig.

Die Herde ging langsam.

Ganz langsam.

Damit das Pony mit seinem empfindlichen Huf nicht stolpern muss.

Am Ende des Pfades sahen sie ein Licht.

Eine kleine Laterne.

Und daneben ein Mensch, der suchte.

Der Mensch rief leise.

Nicht böse.

Nur besorgt.

Das Pony blieb stehen.

Es zitterte.

Mira stellte sich so hin, dass das Pony sich sicher fühlte.

Jaro ging ein paar Schritte vor.

Er legte das Hufeisen ins Gras.

Der Mensch sah es.

Der Mensch atmete auf.

Der Mensch kniete sich hin.

Er sagte etwas Sanftes zum Pony.

Der Mensch nahm den Strick.

Nicht ruckartig.

Sondern ruhig.

Das Pony entspannte sich ein bisschen.

Tilli flüsterte.

„Jetzt wird alles gut.“

Mira drehte sich um.

Sie führte die Herde zurück ins Grasland.

Der kleine Fuchs sprang vom Baumstumpf.

Er folgte ein kleines Stück.

Dann blieb er stehen und schaute ihnen nach.

Als hätte auch er ein gutes Gefühl.

Als der Mond aufging, legten sich die wilden Pferde ins Gras.

Jaro seufzte zufrieden.

Mira schloss die Augen.

Tilli gähnte.

Pino kuschelte sich an Tilli.

Und die Nacht wurde so weich, dass jedes Herz sich beruhigen konnte.

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