Abenteuergeschichtenca. 5 Min Vorlesezeit

Frida, die Schneeflocke & das Karnevalschaos in Köln

Frida, die Schneeflocke & das Karnevalschaos in Köln
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Was passiert, wenn eine neugierige kleine Schneeflocke mitten in den Kölner Rosenmontagszug wirbelt? Frida bringt die Jecken zum Rutschen und denkt über ihren aufregenden Weg von der Straße bis in die Wolken nach. Erfahre, warum sie sich entscheidet, lieber zu Weihnachten zurückzukehren.

Hoch oben über Köln schwebte die kleine Schneeflocke Frida in einer dicken, grauen Wolke.

„Oh, schau nur, wie bunt es da unten ist!“ rief sie ihren Schneeflocken-Freunden zu, als sie auf die Stadt hinabblickte.

Frida hatte noch nie so viele Menschen gesehen, die tanzen, singen und in bunten Kostümen die Straßen füllten.

„Das ist der Rosenmontagszug!“, rief eine ältere Schneeflocke, die schon viele Abenteuer erlebt hatte.

„Heute feiern die Menschen Karneval.“

Frida war begeistert.

„Ich will hinunterfallen und mir das aus der Nähe ansehen!“

Bevor jemand sie zurückhalten konnte, ließ sie sich von einem Windstoß packen und trudelte hinab zur Stadt.

Mit einem freudigen Wirbel landete Frida auf der Straße, direkt zwischen den Karnevalswagen.

Doch das Abenteuer nahm eine unerwartete Wendung.

Frida und ihre Freunde brachten nicht nur kühle Frische mit sich – sie verwandelten die Straßen in eine glatte Eisbahn!

Die bunten Wagen schlingerten hin und her, die Pferde rutschten, und die Jecken riefen: „Alaaf, aber vorsichtig!“

„Oh nein, was habe ich nur angerichtet?“ dachte Frida erschrocken.

Doch die Kölner nahmen es mit Humor.

Ein Clown rief lachend: „Eine Schneeflocken-Rutschpartie – das gab’s auch noch nie!“

Frida beobachtete das bunte Treiben und hörte, wie Kinder sie an den Fensterscheiben bewunderten:

„Schau mal, wie schön die Schneeflocken glitzern!“

Doch Frida konnte den Trubel nicht richtig genießen.

„Ich wollte Spaß bringen, nicht Chaos!“ murmelte sie, während sie langsam zu schmelzen begann.

Als sie sich in einen winzigen Wassertropfen verwandelte, dachte sie über ihren Weg nach.

„Wenn ich jetzt in die Kanalisation fließe, gelange ich bald in den Rhein.“

Frida stellte sich vor, wie sie von dort in die Nordsee treiben würde.

„Dann werde ich irgendwann wieder verdunsten und als Wolke um die Welt segeln können.“

Sie seufzte.

„Vielleicht werde ich nächstes Jahr wieder zu einer Schneeflocke.“

Aber diesmal würde sie es anders machen.

„An Rosenmontag ist Köln einfach zu beschäftigt für eine Schneeflocke wie mich.“

Frida lächelte bei dem Gedanken, was sie im nächsten Jahr tun könnte.

„Ich komme lieber an Weihnachten zurück“, entschied sie.

„Dann kann ich die Menschen mit meiner Stille und meinem Glitzern erfreuen, ohne den Karneval zu stören.“

Mit diesem Gedanken schloss Frida zufrieden die Augen und ließ sich vom Lauf der Welt treiben.

Ende 🌙 Gute Nacht!

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