Abenteuergeschichtenca. 6 Min Vorlesezeit

Zwei kölsche Mädchen in der verbotenen Stadt

Zwei kölsche Mädchen in der verbotenen Stadt
Vorlesen im dunklen Kinderzimmer?

Irene und Petra sind beste Freundinnen – und echte Kölsche Mädchen. Doch eines Tages wagen sie das Unmögliche: Sie besuchen Düsseldorf, die „verbotene Stadt“. Zwischen Altbier, Currywurst und rheinischem Humor erleben sie einen Tag voller Überraschungen. Ob sie sich dort wohlfühlen oder schnell zurück nach Köln flüchten?

Viel Spaß mit dieser Gute-Nacht-Geschichte

Irene und Petra saßen gemütlich in ihrem Lieblingscafé in Köln, direkt am Rhein.

„Hömma, Petra“, begann Irene mit einem schelmischen Grinsen.

„Weißte, wat wir ma machen sollten?“

Petra nahm einen Schluck von ihrem Milchkaffee und sah ihre Freundin skeptisch an.

„Lass mich raten… Et hätt mit Düsseldorf zu tun, oder?“

Irene nickte begeistert.

„Genau! Wir fahr’n in die verbotene Stadt!“

Petra riss die Augen auf.

„Hömma, biste jeck? Dat kann man doch keinem erzählen!“

Irene winkte ab.

„Ach komm, nur für einen Tag. Wir schauen uns die Altstadt an, essen ’ne Currywurst – und wenn’s schlimm wird, sin mer am Abend wieder im schönen Kölle.“

Petra überlegte kurz, seufzte dann und lachte.

„Na gut, dann mach mer das. Aber wehe, ich muss Altbier trinken!“

Mit dieser Vereinbarung machten sich die beiden auf den Weg zum Bahnhof.

Die Bahnfahrt nach Düsseldorf war kurz, aber Irene und Petra tuschelten aufgeregt.

„Meinst du, die merken sofort, dass wir Kölsche sind?“, fragte Petra leise.

Irene grinste.

„Niemals! Wir sin wie Spione im Feindesland!“

Als sie aus dem Zug stiegen, wehte ihnen ein anderer Rhein-Wind um die Nase.

„Hömma, der Rhein riecht hier ganz anders!“, stellte Petra fest.

„Ja, der hat Heimweh nach Köln“, kicherte Irene.

Die beiden schlenderten durch die Altstadt, vorbei an Kneipen mit großen Altbier-Schildern.

„Da! Ein Düsseldorfer Biergarten!“, rief Irene dramatisch.

Petra tat so, als würde sie einen großen Bogen darum machen.

„Bloß net reingehen, sonst verliere ich meine kölsche Seele!“

Trotzdem mussten sie lachen.

Dann kamen sie zum Rheinufer und staunten über die schönen Promenaden.

„Muss mer ja zujeben, dat sieht schon nett aus“, meinte Petra widerwillig.

„Jaja, aber et es halt nit Kölle“, sagte Irene schnell.

Dann bekamen sie Hunger.

„Lass uns ’ne Currywurst suchen, aber bloß keine mit dieser komischen Düsseldorfer Soße!“, sagte Petra bestimmt.

Nach ein paar Minuten fanden sie eine Bude.

„Mit richtig schöner, scharfer Soße, bitte!“, bestellte Irene.

Der Verkäufer grinste.

„Ihr seid aus Köln, oder?“

Petra und Irene sahen sich erschrocken an.

„Äh… was lässt dich dat denken?“, fragte Petra vorsichtig.

„Ganz einfach – nur Kölner bestellen Currywurst, ohne unsere Spezialsoße!“

Die beiden lachten.

„Erwischt!“, rief Irene.

„Aber et is schön hier – für einen Besuch“, fügte Petra mit einem Augenzwinkern hinzu.

Der Verkäufer lachte.

„Ihr Kölner seid schon in Ordnung. Genießt den Tag in unserer Stadt!“

Am Abend fuhren sie zurück nach Köln.

„War ja gar nicht so schlimm“, meinte Petra, als sie den Dom wieder in der Ferne sahen.

„Nee, war sogar richtig lustig“, stimmte Irene zu.

„Aber nächstes Mal machen wir wieder was in Kölle, oder?“

„Janz bestimmt!“

Und so endete ihr Abenteuer in der verbotenen Stadt – mit viel Spaß, aber auch der Gewissheit, dass es zu Hause doch am schönsten ist.

Ende 🌙 Gute Nacht!

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