🦊 ONKEL GUIDO

Mutmach­geschichten

226 Geschichten zum Vorlesen und Anhören. Alle kostenlos.

Mutmachgeschichten helfen, wenn dein Kind gerade etwas Neues vor sich hat (Kindergarten, Schule, Arztbesuch) oder abends Sorgen mitbringt. Hier findest du 226 Geschichten, in denen Tiere und Kinder lernen, sich etwas zuzutrauen. Zum Vorlesen und Anhören.

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Mutmachgeschichten für Kinder: Wenn der Tag schwer war

Es gibt Abende, an denen merkt man: Da drückt etwas. Vielleicht der erste Tag im Kindergarten morgen. Vielleicht die Angst vor dem Schwimmkurs. Vielleicht etwas, das das Kind gar nicht in Worte fassen kann, das sich aber in „Ich kann nicht schlafen" zeigt. Genau für diese Abende sind Mutmachgeschichten gedacht.

Sie funktionieren, weil sie nicht sagen „Hab keine Angst" (das hilft bekanntlich nie), sondern eine Figur zeigen, die auch Angst hat und trotzdem einen Weg findet. Die kleine Maus, die sich in die dunkle Höhle traut. Der Igel, der zum ersten Mal alleine loswandert. Das Kind hört zu und denkt: Wenn die das schafft, schaffe ich das vielleicht auch.

Für welche Situationen passen Mutmachgeschichten?

Überall dort, wo etwas Unbekanntes wartet. Klassiker sind der Kindergartenstart, der erste Schultag, ein Umzug, ein Arztbesuch, Übernachten bei Oma ohne Eltern oder die Angst vor Dunkelheit. Aber auch weniger offensichtliche Situationen: ein Streit, nach dem man sich nicht traut, wieder hinzugehen. Oder das Gefühl, etwas nicht so gut zu können wie andere. Die Geschichten nehmen diese Gefühle ernst, ohne sie aufzublasen.

Ab welchem Alter helfen Mutmachgeschichten?

Dreijährige profitieren vor allem vom Grundmuster: Figur hat Angst, Figur überwindet Angst, alles wird gut. Die Geschichte muss dafür nicht kompliziert sein. Ab fünf kann die Angst differenzierter werden (Ausgrenzung, Leistungsdruck, Veränderung), und Schulkinder mögen Geschichten, in denen Mut nicht bedeutet, furchtlos zu sein, sondern trotz Angst etwas zu tun.

Mutmachgeschichten zum Anhören

Viele der Geschichten gibt es auch als Hörversion, vorgelesen von Guido. Das ist besonders praktisch, wenn das Kind im Bett liegt und das Licht schon aus ist. Einfach über Spotify, Apple Podcasts, YouTube oder den Podcast-Player deiner Wahl abspielen. Wer eine Toniebox, einen hörbert, eine tigerbox, einen Technifant, einen MP3-Player, das Autoradio oder den Laptop nutzt, findet die Audiodateien zum Download im Club.

Was Mutmachgeschichten nicht sind

Sie sind keine Therapie und kein Erziehungsratgeber. Sie ersetzen nicht das Gespräch, wenn ein Kind wirklich leidet. Aber sie können ein Türöffner sein: Nach der Geschichte fällt es manchmal leichter zu sagen, was einen bedrückt. Und selbst wenn das Kind nichts sagt, schläft es mit dem Gefühl ein, dass Angst haben okay ist und dass man nicht allein damit ist.

Wie du eine Mutmachgeschichte vorliest

Eine besondere Technik braucht es nicht, aber zwei Kleinigkeiten machen einen Unterschied.

Lies die ängstliche Stelle nicht schneller. Der Reflex ist verständlich (man will die unangenehme Passage hinter sich bringen), aber genau dort hört das Kind am genauesten zu. Ein bisschen langsamer werden sagt: Das darf sein, wir gehen da zusammen durch.

Und lass am Ende die Moral weg. Kein „Siehst du, so schlimm war das gar nicht" und kein Vergleich mit morgen früh. Das Kind zieht die Verbindung selbst. Vielleicht nicht heute, sondern in zwei Wochen im Auto auf dem Weg zum Schwimmkurs.